Seit seinem Film ''[[Keinohrhasen]]'' (2007) gibt es zu Schweigers neuen Filmen vorab keine regulären Pressevorführungen mehr. Schweiger zeigt seine Regiearbeiten stattdessen nur einer handverlesenen Gruppe von Journalisten.<ref>{{Internetquelle |autor=Frédéric Jaeger |url=http://www.critic.de/film/schutzengel-4286/ |titel=Schutzengel |werk=critic.de |datum=2012-09-19 |abruf=2015-09-07}}</ref>
Seit seinem Film ''[[Keinohrhasen]]'' (2007) gibt es zu Schweigers neuen Filmen vorab keine regulären Pressevorführungen mehr. Schweiger zeigt seine Regiearbeiten stattdessen nur einer handverlesenen Gruppe von Journalisten.<ref>{{Internetquelle |autor=Frédéric Jaeger |url=http://www.critic.de/film/schutzengel-4286/ |titel=Schutzengel |werk=critic.de |datum=2012-09-19 |abruf=2015-09-07}}</ref>
=== Drehbuchautoren ===
=== Flüchtlingspolitik ===
Schweiger steht mit [[Anika Decker]], der Drehbuchautorin von ''[[Keinohrhasen]]'' und ''[[Zweiohrküken]]'', im Rechtsstreit. Decker, der eine angemessene Beteiligung am Gewinn vertraglich zusteht, verlangt Auskunft über die Umsätze der Filme, die Schweiger und seine Firma jedoch verweigern. Das deutsche Urheberrecht sieht darüber hinaus auch vor, „eine ursprünglich angemessene Vergütung bei überdurchschnittlichem Erfolg nachträglich anzupassen“, was im Falle der beiden Filme gegeben wäre. Zeitgleich zum Rechtsstreit veröffentlichten der [[Verband Deutscher Drehbuchautoren]], [[Kontrakt 18]] und Mitglieder der Sektion Drehbuch der Deutschen Filmakademie ein Solidaritätsschreiben für Decker.<ref>{{Internetquelle |autor=Julia Encke |titel=Prozess um „Keinohrhasen“: Rückendeckung für Drehbuchautorin im Streit mit Til Schweiger |werk=Frankfurter Allgemeine Zeitung |datum=2020-12-04 |url=https://www.faz.net/aktuell/feuilleton/rueckendeckung-fuer-drehbuchautorin-im-streit-mit-til-schweiger-17084744.html |abruf=2021-12-29}}</ref>
Schweiger steht mit [[Anika Decker]], der Drehbuchautorin von ''[[Keinohrhasen]]'' und ''[[Zweiohrküken]]'', im Rechtsstreit. Decker, der eine angemessene Beteiligung am Gewinn vertraglich zusteht, verlangt Auskunft über die Umsätze der Filme, die Schweiger und seine Firma jedoch verweigern. Das deutsche Urheberrecht sieht darüber hinaus auch vor, „eine ursprünglich angemessene Vergütung bei überdurchschnittlichem Erfolg nachträglich anzupassen“, was im Falle der beiden Filme gegeben wäre. Zeitgleich zum Rechtsstreit veröffentlichten der [[Verband Deutscher Drehbuchautoren]], [[Kontrakt 18]] und Mitglieder der Sektion Drehbuch der Deutschen Filmakademie ein Solidaritätsschreiben für Decker.<ref>{{Internetquelle |autor=Julia Encke |titel=Prozess um „Keinohrhasen“: Rückendeckung für Drehbuchautorin im Streit mit Til Schweiger |werk=Frankfurter Allgemeine Zeitung |datum=2020-12-04 |url=https://www.faz.net/aktuell/feuilleton/rueckendeckung-fuer-drehbuchautorin-im-streit-mit-til-schweiger-17084744.html |abruf=2021-12-29}}</ref>
=== Deutsche Filmakademie ===
Schweiger war 2003 eines der [[Liste der Gründungsmitglieder der Deutschen Filmakademie|Gründungsmitglieder der Deutschen Filmakademie]]. 2008 trat er jedoch verärgert wieder aus, weil die Akademie seinen Kassenschlager ''Keinohrhasen'' nicht in die Vorauswahl für den [[Deutscher Filmpreis|Deutschen Filmpreis]] aufgenommen hatte. Schweiger empfand es als „skandalös“, dass der mit über drei Millionen Zuschauern erfolgreichste deutsche Film des Jahres nicht berücksichtigt wurde, während stattdessen viele Filme in der Vorauswahl gelandet seien, die „keine Sau kennt“. Die Akademie wies den Vorwurf jedoch zurück; es seien im Falle von ''Keinohrhasen'' schlicht die Melderegularien nicht eingehalten worden.<ref>{{Internetquelle |url=https://www.welt.de/kultur/article1573677/Schweiger-verlaesst-Filmakademie-aus-Protest.html |titel=Schweiger verlässt Filmakademie aus Protest |werk=[[Die Welt]] |datum=2008-01-20 |abruf=2020-01-13}}</ref> Nachdem der Streit beigelegt wurde, trat Schweiger der Deutschen Filmakademie wieder bei.<ref>{{Internetquelle |titel=Schweiger kehrt reumütig zurück |werk=[[Tagesspiegel]] |datum=2008-02-10 |url=https://www.tagesspiegel.de/kultur/kino/schweiger-kehrt-reumutig-zuruck-1611157.html |abruf=2008-01-20}}</ref>
=== Farbbeutel/Afghanistan-Krieg ===
Im März 2013 wurde die erst kurz zuvor von Schweiger bezogene Hamburger Villa mit weißen Farbbeuteln beworfen und der Pkw seiner Lebensgefährtin in Brand gesetzt. Nach einem mutmaßlichen Bekennerschreiben von „Tatortverunreiniger_innen“ handelte es sich um eine Tat, die Schweigers Einstellung zum [[Krieg in Afghanistan seit 2001|Afghanistan-Krieg]] sowie seinen Film ''Schutzengel'' kritisiere, dessen Vorpremiere er persönlich und medienwirksam zur [[Truppenbetreuung]] in Afghanistan im Bundeswehr-[[Camp Marmal]] präsentierte.<ref>{{Internetquelle |autor=Hanns-Georg Rodek |url=https://www.welt.de/kultur/kino/article109306274/Ein-Fall-von-posttraumatischer-Belastungsstoerung.html |titel=Ein Fall von posttraumatischer Belastungsstörung |werk=Die Welt |datum=2012-09-18 |abruf=2015-09-07}}</ref><ref>{{Internetquelle |url=http://www.stern.de/panorama/die-tatortverunreiniger_innen-gruppe-bekennt-sich-zu-anschlag-auf-schweigers-haus-1989130.html |titel=Tatortverunreiniger_innen verantwortlich für Anschlag auf Schweigers Haus |hrsg=Der Stern |datum=2015-09-07 |archiv-url=https://web.archive.org/web/20130328045256/http://www.stern.de/panorama/die-tatortverunreiniger_innen-gruppe-bekennt-sich-zu-anschlag-auf-schweigers-haus-1989130.html |archiv-datum=2013-03-28 |abruf=2013-03-25}}</ref> Zum Tatzeitpunkt waren Schweiger und seine Freundin auf [[Mallorca]], während sich seine beiden ältesten Kinder Luna und Valentin im Haus befanden.<ref>{{Internetquelle |url=http://www.focus.de/kultur/vermischtes/anschlag-auf-anwesen-in-hamburg-til-schweigers-kinder-waren-zu-hause-waehrend-farb-anschlag_aid_948220.html |titel=Til Schweigers Kinder waren zu Hause während Farb-Anschlag |werk=Focus |datum=2013-03-26 |abruf=2015-09-07}}</ref>
=== Flüchtlinge ===
Schweiger machte sich im Zuge der [[Flüchtlingskrise in Deutschland ab 2015]] für Flüchtlinge stark und trat zu dieser Thematik als Gesprächsgast im Fernsehen auf. Für Aufsehen sorgte sein Vorschlag, man solle Demonstranten, die gegen Flüchtlingsheime demonstrieren, für eine Nacht ins Gefängnis stecken, wo sie darüber nachdenken könnten, was sie eigentlich tun.<ref>{{Internetquelle |url=http://www.abendblatt.de/vermischtes/promi-news/article205634397/Ermittlungen-gegen-Til-Schweiger-wegen-Volksverhetzung.html |titel=Ermittlungen gegen Til Schweiger wegen „Volksverhetzung“ |werk=Hamburger Abendblatt |datum=2015-09-03 |abruf=2015-09-07}}</ref> Seines Erachtens gelte die Versammlungsfreiheit für solche Demonstranten nicht, man solle „die Verfassung […] ein bisschen ändern“.<ref>{{Internetquelle |url=http://www.focus.de/kultur/kino_tv/zielperson-csu-general-scheuer-sie-gehen-mir-auf-den-sack-til-schweiger-rastet-bei-maischberger-aus_id_4888253.html |titel=„Sie gehen mir auf den Sack!“: Til Schweiger rastet bei „Maischberger“ aus |hrsg=Focus |datum=2015-08-18 |abruf=2015-09-07}}</ref> Das von ihm als Vorzeigeunterkunft angekündigte Flüchtlingsheim konnte nicht realisiert werden.<ref>{{Internetquelle |url=http://www.sueddeutsche.de/panorama/asyl-nicht-serioes-machbar-1.2611499 |titel=Zweifel an Plänen zu Flüchtlingsheim |werk=Süddeutsche Zeitung |datum=2015-08-17 |abruf=2015-08-17}}</ref><ref>{{Internetquelle |url=https://www.welt.de/vermischtes/article145932339/Schweigers-Fluechtlingsheim-steht-vor-dem-Aus.html |titel=Schweigers Flüchtlingsheim steht vor dem Aus |werk=Die Welt |datum=2015-09-02 |abruf=2015-09-02}}</ref><ref>[http://www.faz.net/aktuell/gesellschaft/menschen/einwanderung-asylbehoerde-zweifelt-an-til-schweigers-fluechtlingsheim-13739916.html Asylbehörde zweifelt an Til Schweigers Flüchtlingsheim], FAZ, 8. August 2015</ref> Die Stiftung finanziert jedoch zahlreiche andere Projekte für Flüchtlinge, darunter Integrationsprogramme, traumatherapeutische Maßnahmen, Gemeinschaftszelte und Musikzimmer für Kinder in der Erstaufnahme- und Kinder und Jugendhilfe-Einrichtungen.<ref>{{Internetquelle |url=https://tilschweigerfoundation.com/projekte/ |titel=Projekte |werk=Til Schweiger Foundation – Helfen Sie zu helfen! |abruf=2024-01-27}}</ref>
=== Umgang am Set und Alkoholismus ===
Im April 2023 berichtete ''[[Der Spiegel]]'' über Schweigers Auftreten und seinen Umgang mit Personen an Filmsets. So soll laut anonymen Berichten bei den 2022 und 2023 erschienenen Filmen ''[[Lieber Kurt]]'' und ''[[Manta, Manta 2]]'' ein „Klima der Angst“, das auf sein aggressives Verhalten zurückzuführen sei, geherrscht haben. Er sei im alkoholisierten Zustand sowohl verbal ausfällig als auch handgreiflich geworden. Schweigers Verhalten und die Arbeit an seinem Filmset sollen außerdem in einem Fall zu einer [[Angststörung]] und [[Burn-out]] geführt haben.<ref name=":0" />
Schweigers Anwältin wies die Behauptungen teils als unwahr und teils als ihr nicht bekannt zurück. Die Vertragspartnerin [[Constantin Film]] erklärte, die gegen Schweiger erhobenen Vorwürfe seien „überwiegend unvollständig und verzerrend, teilweise auch wiederum schlicht falsch“,<ref name=":0">{{Internetquelle |autor=Maike Backhaus, Alexandra Rojkov |titel=Vorwürfe von Mitarbeitern gegen Til Schweiger: Sie nennen ihn den »Imperator« |werk=Der Spiegel |datum=2023-04-28 |url=https://www.spiegel.de/kultur/kino/til-schweiger-mitarbeiter-erheben-vorwuerfe-gegen-den-star-sie-nennen-ihn-den-imperator-a-f8a5dadd-b717-4156-971b-ec6a99590677 |abruf=2023-04-29}}</ref> und deren Chef [[Martin Moszkowicz]] bestätigte nur einen Vorfall: Schweiger sei bei den Dreharbeiten zu ''Manta, Manta 2'' schwer alkoholisiert am Set erschienen und gegen einen Mitarbeiter, der ihn am Beginn der Dreharbeiten hindern wollte, tätlich geworden. Der Vorfall habe zu einer [[Abmahnung (deutsches Arbeitsrecht)|Abmahnung]] geführt. Den Vorwurf einer Mitarbeiterin, die sich durch Schweiger unter Druck gesetzt fühlte, bis sie eine [[Panikattacke]] erlitt, kenne er nicht; so etwas und eventuell weitere Vorkommnisse sollen jedoch untersucht werden.<ref name="tsp">{{Internetquelle |titel=„Hoffe, er bekommt Probleme in den Griff“ |werk=Tagesspiegel |datum=2023-05-05 |url=https://www.tagesspiegel.de/gesellschaft/panorama/hoffe-er-bekommt-probleme-in-den-griff-constantin-chef-spricht-uber-vorfall-mit-stark-alkoholisiertem-schweiger-9774761.html |abruf=2023-05-05}}</ref> Die Ergebnisse der Untersuchung nannte Moszkowicz ein „besonders schlechtes Beispiel für eine gelungene Produktionsdurchführung“: Schweiger habe sich gegenüber der Crew „grenzwertig, übergriffig und verletzend“ geäußert und auch während der Drehzeiten Alkohol zu sich genommen. Die Arbeitsbelastung sei „sehr hoch“ gewesen.<ref>{{Internetquelle |url=https://www.bild.de/bild-plus/unterhaltung/leute/leute/til-schweigers-set-skandal-geheimer-bericht-die-wahrheit-ueber-seine-ausraster-85772586.bild.html |titel=Til Schweigers Set-Skandal: Geheimer Bericht! Die Wahrheit über seine Ausraster |werk=Bild |datum=2023-10-17 |abruf=2023-10-26}}</ref>
Im Oktober 2023 äußerte sich Schweiger erstmals persönlich in der Öffentlichkeit zu den Vorwürfen und zeigte sich reumütig. Er räumte ein, ein Alkoholproblem zu haben und sich während der Dreharbeiten unangemessen verhalten zu haben. Ein [[Alkoholkrankheit|Alkoholiker]] sei er nach Ansicht seines behandelnden Arztes aber nicht. Im Interview gab Schweiger auch zu, den [[Filmherstellungsleitung|Herstellungsleiter]] während der Dreharbeiten [[Ohrfeige|geohrfeigt]] zu haben, nachdem dieser ihn wegen seines alkoholisierten Zustands vom Drehen abhalten wollte.<ref>{{Internetquelle |url=https://www.t-online.de/-/100266436 |titel=Gewalt und Alkohol-Missbrauch {{!}} Til Schweiger: "Ich möchte nicht, dass jemand Angst vor mir hat." |datum=2023-10-25 |abruf=2023-10-25}}</ref>
* 2006: [[Oh, wie schön ist Panama (Film)|Oh, wie schön ist Panama]] (als ''Kleiner Tiger'')
* 2013: [[Keinohrhase und Zweiohrküken]] (als ''Keinohrhase'')
* 2015: [[Der Kleine Prinz (2015)|Der kleine Prinz]] (als ''Prinz'')
|}
== Auszeichnungen ==
[[Datei:Boulevard-der-stars-IMG 1147x.JPG|mini|hochkant|Schweiger bei der Einweihung seines Sterns auf dem „[[Boulevard der Stars]]“ (2011)]]
{{Mehrspaltige Liste |
* 1993: [[Filmfestival Max Ophüls Preis|Max-Ophüls-Preis]] für ''[[Ebbies Bluff]]'' (Nachwuchs-Darstellerpreis)
* 1994: [[Bambi (Auszeichnung)|Bambi]] für ''[[Der bewegte Mann]]''
* 1995: Bambi für ''[[Männerpension]]''
* 1996: [[DIVA – Deutscher Entertainment Preis|DIVA-Award]]
* 1997: Preis des [[Polnisches Filmfestival Gdynia|Polnischen Filmfestivals Gdynia]] für ''[[Bastard – Willkommen im Paradies|Bastard]]'' als bester Darsteller
* 1997: Preis des [[Internationales Filmfestival Moskau|Internationalen Filmfestivals Moskau]] für ''[[Knockin’ on Heaven’s Door (Film)|Knockin’ on Heaven’s Door]]'' als bester Darsteller
* 1998: [[Bravo Otto]] als bester Schauspieler
* 1998: [[Jupiter (Filmpreis)|Jupiter]] für ''[[Knockin’ on Heaven’s Door (Film)|Knockin’ on Heaven’s Door]]'' als bester deutscher Schauspieler
* 1998: [[Goldene Kamera]] für ''[[Knockin’ on Heaven’s Door (Film)|Knockin’ on Heaven’s Door]]'' als bester Schauspieler
* 2003: [[Hessischer Kulturpreis]]
* 2004: Bambi für ''[[(T)Raumschiff Surprise – Periode 1]]''<ref>{{IMDb|tt0349047|typ=awards|2=Raumschiff Surprise – Periode 1 – Awards|Abruf=2019-12-12}}</ref>
* 2005: Bambi für ''[[Barfuss (Film)|Barfuss]]''
* 2008: Jupiter für ''[[Wo ist Fred?]]'' als bester deutscher Schauspieler
* 2008: Ehren-Bravo Otto
* 2008: [[Ernst-Lubitsch-Preis]] für ''[[Keinohrhasen]]'' für beste komödiantische Leistung
* 2008: Bambi für ''Keinohrhasen'' als Film National
* 2008: [[Deutscher Comedypreis]] für ''Keinohrhasen'' als beste Kino-Komödie
* 2009: Jupiter für ''Keinohrhasen''
* 2009: 2× [[DIVA-Award]] für ''Keinohrhasen''
* 2010: [[Berliner Bär (B.Z.-Kulturpreis)]]
* 2010: [[Deutscher Comedypreis]] für ''[[Zweiohrküken]]'' als beste Kino-Komödie
* 2011: [[Dresdner Opernball#St. Georgs Orden|Dresdner St. Georgs Orden]]
* 2011: Stern auf dem [[Boulevard der Stars]] in Berlin<ref>[http://boulevard-der-stars-berlin.de/20-neue-sterne-fuer-den-boulevard/ 20 neue Sterne für den Boulevard] bei ''[[Boulevard der Stars]]'' vom 23. Mai 2011</ref>
* 2011: Deutscher Comedypreis für die erfolgreichste deutsche Filmkomödie: ''[[Kokowääh]]''
* 2011: Querdenker-Award<ref>{{Internetquelle |autor=Jochen Müller |url=http://beta.blickpunktfilm.de/details/312889 |titel=Til Schweiger und Hannes Jaenicke sind „Querdenker“ |werk=Blickpunkt: Film |abruf=2020-04-07}}</ref>
* 2012: Jupiter für ''Kokowääh'' als bester Darsteller
* 2012: [[Romyverleihung 2012|Romy]] für ''Kokowääh'', beste Regie
* 2013: [[Karl-Valentin-Orden]] der Münchner Faschingsgesellschaft [[Narrhalla]]
* 2013: Deutscher Comedypreis für die erfolgreichste deutsche Filmkomödie: ''[[Kokowääh 2]]''
* 2014: [[Herbert-Strate-Preis]]
* 2015: Romy in den Kategorien beste Regie sowie bester Produzent Kinofilm für ''[[Honig im Kopf]]''
* 2015: [[Deutscher Filmpreis 2015|Deutscher Filmpreis]] in der Kategorie Besucherstärkster Film für ''Honig im Kopf''
* 2015: CIVIS-Publikumspreis für ''Honig im Kopf''<ref>[https://www.civismedia.eu/ ''CIVIS-Publikumspreis für „Honig im Kopf“''], abgerufen am 31. Juli 2015</ref>
* 2015: Deutscher Comedypreis für die erfolgreichste deutsche Filmkomödie: ''Honig im Kopf''
* 2015: [[GQ Männer des Jahres]] in der Kategorie „Engagement“ für die „Til Schweiger Foundation“
* 2015: Bambi für ''Honig im Kopf'' in der Kategorie „Ehrenpreis der Jury“
* 2020: Golden Eye Award des [[Zurich Film Festival]]s<ref>{{Internetquelle |url=https://www.tagesanzeiger.ch/ein-goldenes-auge-fuer-vollblut-cineast-till-schweiger-739594611934 |titel=Zurich Film Festival: Ein Goldenes Auge für «Vollblut-Cineast» Til Schweiger |werk=tagesanzeiger.ch |datum=2020-10-03 |abruf=2020-10-03}}</ref>
}}
== Kritiken ==
* Unabhängig von ihrem kommerziellen Erfolg erhalten Schweigers Filme in der Regel keine guten Bewertungen von Filmkritikern. Schweiger selbst erklärte, dass „[a]lle Filme, die [er] selber gemacht habe, im Feuilleton […] niedergeschrieben worden“ seien, weshalb er seine Filme vor dem Start nur noch einer handverlesenen Auswahl von Journalisten zeige.<ref>{{Internetquelle |url=https://www.deutschlandfunk.de/til-schweiger-und-die-filmkritik.807.de.html?dram:article_id=236552 |titel=Til Schweiger und die Filmkritik |werk=[[Deutschlandfunk]] |datum=2013-02-05 |abruf=2020-01-21}}</ref>
* ''[[Gala (Zeitschrift)|Gala]]'' findet, dass Schweiger zur „ersten Riege der nationalen Schauspielzunft“ gehöre, ihm aber oft „Hang zum Seichten“ vorgeworfen werde.<ref>{{Internetquelle |url=https://www.gala.de/stars/starportraets/til-schweiger-20518820.html |titel=Til Schweiger – Starporträt, News, Bilder |werk=[[Gala (Zeitschrift)|Gala]] |datum=2019-01-07 |abruf=2019-09-24}}</ref>
== Hörspiele ==
* 2002 ([[Audible]]: 2013): ''Hercules. Das Original-Hörspiel zum Disney Film'', [[Walt Disney Records]] ([[Hercules (1997)]])
== Hörbücher ==
* 2006 ([[Audible]]: 2016): ''Til Schweiger liest [[Janosch]] – Oh, wie schön ist Panama & zwei weitere Geschichten'', Lübbe, Bergisch Gladbach 2006, ISBN 978-3-7857-3270-0. (1 CD)
== Diskografie ==
* 2012 ''Sonnenuntergang (Blank & Jones feat. Til Schweiger)''
== Literatur ==
* [[Katharina Blum]]: ''Til Schweiger''. Heyne, München 1997, ISBN 3-453-13402-8.
* Tim Gallwitz: ''Til Schweiger – Schauspieler, Regisseur.'' In: ''[[CineGraph – Lexikon zum deutschsprachigen Film]]'', Lieferung 31, 1999.
* [[Manfred Hobsch]], Ralf Krämer, Klaus Rathje: ''Filmszene D. Die 250 wichtigsten jungen deutschen Stars aus Kino und TV.'' Schwarzkopf & Schwarzkopf, Berlin 2004, ISBN 3-89602-511-2, S. 391 ff.
* Annette Kilzer: ''Til Schweiger. Vom bewegten Mann zum großen Bagarozy''. Europa Verlag, Hamburg 2001, ISBN 3-203-84117-7.
* Uwe Killing: ''Til Schweiger – Der Mann, der bewegt''. Hannibal Verlag, Höfen 2013, ISBN 978-3-85445-385-7.
* [[Kay Weniger]]: ''[[Das große Personenlexikon des Films]]. Die Schauspieler, Regisseure, Kameraleute, Produzenten, Komponisten, Drehbuchautoren, Filmarchitekten, Ausstatter, Kostümbildner, Cutter, Tontechniker, Maskenbildner und Special Effects Designer des 20. Jahrhunderts.'' Band 7: ''R–T. Robert Ryan – Lily Tomlin.'' Schwarzkopf & Schwarzkopf, Berlin 2001, ISBN 3-89602-340-3, S. 211.
== Weblinks ==
{{Commonscat|Til Schweiger|audio=0|video=0}}
* {{DNB-Portal|119525348}}
* {{IMDb|nm0001709}}
* {{Filmportal|df30498616914c67b42dba975ecc4732}}
* {{Synchronkartei|sprecher|1682/2}}
* [http://www.spiegel.de/spiegel/0,1518,664363,00.html ''„Es ist doch nur ein Film''“], ausführliches Interview zum Filmstart von ''Zweiohrküken'' in ''[[Spiegel Online]]'' vom 30. November 2009.
* [https://www.deutschlandfunkkultur.de/til-schweigers-kino-der-letzte-deutsche-autorenfilmer.3991.de.html?dram:article_id=468231 ''Til Schweigers Kino. Der letzte deutsche Autorenfilmer. Jochen Werner im Gespräch mit Matthias Dell''] In: ''Stunde 1 Labor'', Deutschlandfunk Kultur vom 19. Januar 2020.
* [[Claudius Seidl]]: ''Das zerstörte Image des Til Schweiger: Was hat der Regisseur eigentlich Böses getan?'', In: [[Frankfurter Allgemeine Zeitung]] vom 4. Mai. 2023 ([https://www.faz.net/aktuell/feuilleton/kino/til-schweigers-zerstoertes-image-enthuellung-ohne-substanz-18865803.html Online hinter Paywall])
Lorenz wuchs mit seinem älteren Bruder Björn Lorenz (* 28. März 1968 in Berlin), bei seiner Mutter in Braunschweig, Achim, Verden und Groß Gleidingen auf. Sein Vater ist der graduierte Ingenieur für das grafische Gewerbe Henning Burkard Lorenz (* 24. Dezember1943). Seine Mutter Hannelore Lorenz * (26. Januar 1941 in Braunschweig, † 21. Juni 2016) arbeitete in den 1960er Jahren erst als Perforatorin und später als Altenpflegerin. Der Vater war Alkoholiker und Unterhaltspreller, die Mutter mit der Erziehung zweier Kinder stets überfordert. 1986 rutschte Lorenz in die Psychobilly Szene ab, aus die er 2002 offiziell austieg. In dieser Zeitspanne gab er Unsummen für Vinyl, Cds, Sauf- und Rempelevents aus, die sich über die gesammte Republik verteilten. Den Großteil seiner Freizeit verbrachte Lorenz in den 1980er und 1990er Jahren in der Großraumdiskothek Jolly Joker in Braunschweig, die zu der damaligen Zeit als Hauptanlaufpunkt sämtlicher Subkulturen galt. Kurze Zeit hatte Lorenz in den 1980er Jahren auch Kontakte in die Rechtsextreme Szene von dieser er sich aber schnell wieder distanzierte.
Schule und Ausbildung
Lorenz besuchte zunächst die Grundschule Karlstraße in Achim bei Bremen. Nach der dritten Klasse wechselte er in die Grundschule Uesen die er dort im jahre 1982 abschloss. Nach einen Umzug im Jahre 1982 nach Verden besuchte er von da an die Waldorfschule (auch: Rudolf-Steiner-Schule) in Ottersberg. Nach einem erneuten Umzug wechselte Lorenz auf die Waldorfschule in Braunscheig. Wegen Undiszipliniertheit, schlechten Leistungen inklusive anti-anthroposophischen Äußerungen und Einstellungen, musste Lorenz die freie Rudolf-Steiner-Schule in Braunschweig nach nur 3 Monaten wieder verlassen und wurde damit für den Besuch anderer Waldorfschulen in der gesammten Republik ausgeschlossen. Da keine weitere Schule bereit war Lorenz in der kurzer Zeit aufzunehmen, landete er im Herbst 1985 auf der Hauptpschule in Vechelde, die er 1988 mit dem Realschulabschluß verließ. Im August 1988 begann Lorenz eine Ausbildung als Offsetdrucker bei der Druckerei Sander in Vechelde, die er mit dem Gesellenbrief 1991 abschloss. Daraufhin wechselte er in das Unternehmen Pigge Druck & Service nach Braunschweig, wo er bis zur Abwickelung des Unternehmens im Jahre 1994 angestellt war. Er verließ die Firma mit einem goldenen Handschlag. Es war auch zu gleich das letzte Mal, das er eine Druckerei von innen gesehen hat und die berufliche Karriere als Drucker war damit beendet. Danach begann Lorenz eine weitere schulische Ausbildung an der Fachoberschule Gestaltung BBS I in Braunschweig, die er mit der Fachhochschulreife 1994 abschloss. Klassenkameradin war zu dieser Zeit u.a die heute bekannte Künstlerin Petra Lottje. Nach zwei weiteren Arbeitsjahren in einem Elektronikunternehmen und als Taxifahrer (Schwarzarbeit) in Braunschweig folgte ein Studium an der Hochschule Hannover (früher FH Hannover). 2002 erwarb Lorenz an der Hochschule Hannover ein Diplom als Technischer Redakteur. Zwischen 2003 und 2016 erfolgten Anstellungen in Berlin, Holzminden und Salzgitter, wo er als Technischer Redakteur und Anforderungsmanager tätig war. Seit Herbst 2016 arbeitet Lorenz als Technischer Redakteur wieder in Berlin.
Wehrdienst/Zivildienst
1988 wurde Lorenz zum ersten Mal zur Musterung in das Kreiswehrersatzamt (KSWA) in der Braunschweiger Grünewaldstraße einberufen. Dort erklärte er sich zunächst als Totalverweigerer, wurde aber trotzdem als wehrtauglich eingestuft. Wegen einer Berufsausbildung wurde er für 3 Jahre vom Wehrdienst zurückgestellt. 1991 wurde Lorenz erneut zur Musterung in das Kreiswehrersatzamt (KSWA) einbestellt. Wieder erklärte Lorenz sich als Totalverweigerer und wurde erneut als wehrtauglich gemustert und sollte anschließend zum Wehrdienst eingezogen werden. Aufgrund einer Intervention seines Arbeitgebers wurde die Einberufung auf unbestimmte Zeit ausgesetzt. 1992 erfolgte eine 3. Musterung mit der gleichen Begründung von Lorenz und einer erneuten Tauglichkeitsbescheinigung seitens des Kreiswehrersatzamtes. Mit Einreichung von ärztlichen Attests konnte Lorenz die Einberufung immer wieder in die Länge ziehen und durch mehrere Umzüge die Aufenthaltsermittlung seitens des Kreiswehrersatzamtes (KSWA) erschweren. 1997 erklärte das Kreiswehrersatzamt (KSWA) Braunschweig den Verzicht auf einer Einberufung aufgrund des fortgeschrittenen Alters von Lorenz. Lorenz begründete seine Totalverweigerung stets mit der niedrigen Entlohnung und die Verschwendung von Lebenszeit bei der Ableistung von Wehr- oder Zivildienst.
Privates
Lorenz ist ledig, hat (offiziell) keine Kinder und lebt im Sozialghetto Märkisches Viertel in einer 1-Raum Sozialwohnung im Berliner Bezirk Reinickendorf. Er hat noch 5 Halbgeschwister, wovon zwei Kinder durch die zweite Ehe seines Vaters durch Adoption eingebracht wurden. Lorenz ist begeisterter Sporttaucher und ist bekennender Fan und ex passives Mitglied des Fußballvereins Eintracht Braunschweig. Er selbst spielte bis zur A Jugend in dem Verein JSG Auetal im Landkreis Peine unter seinem Kapitän Carsten Fichtelmann Fußball. Zudem war er bis 1992 im Verein BC 72 Braunschweig im Halbfliegengewicht aktiv. Lorenz interessiert sich darüber hinaus für fremde Kulturen und bereiste bis heute 6 Kontinente vorwiegend individuell. 1988 wurde Lorenz bei einer Massenschlägerei in der Diskothek "Rainbow" im Landkreis Hannover als Geschädigter geführt. Kurioserweise wurde Lorenz von dem 80 Kilogramm schwereren Beschuldigten Hakan Orbeyi wegen Körperverletzung angezeigt. Die Anzeige wurde wegen Notwehr von der Staatsanwaltschaft auf Privatklage verwiesen, die seitens Orbeyi nie erfolgte. Im Jahre 1990 wurde Lorenz des Versicherungsbetruges und der Hehlerei verdächtigt. Beide Ermittlungen wurden wegen mangels an Beweisen eingestellt und beschlagnahmte Dinge im Zuge einer Hausdurchsuchung 1989 in Vechelde mussten wieder ausgehändigt werden. Ebenso wurden Ermittlungen wegen Rowdytums im Straßenverkehr im Zuge einer Personenbeförderung in Braunschweig wegen mangel an Beweisen eingestellt. Lorenz gilt bei seinen Kollegen und auch im privaten Bereich oft als stur, unbelehrbar und kautzig mit wenig Ambitionen in Bezug auf sozialer Anpassungsfähigkeit.
Gesellschaftliches Engagement
Tierschutz
Lorenz ist seit 2003 Mitglied des Tierschutzverein für Berlin und Umgebung Corporation e.V.
Politik
Lorenz ist seit 2017 passives Mitglied der Alternative für Deutschalnd (AFD).
Kontroversen
Meinungsfreiheit
Seit seinem Film Keinohrhasen (2007) gibt es zu Schweigers neuen Filmen vorab keine regulären Pressevorführungen mehr. Schweiger zeigt seine Regiearbeiten stattdessen nur einer handverlesenen Gruppe von Journalisten.<ref>Vorlage:Internetquelle</ref>
Flüchtlingspolitik
Schweiger steht mit Anika Decker, der Drehbuchautorin von Keinohrhasen und Zweiohrküken, im Rechtsstreit. Decker, der eine angemessene Beteiligung am Gewinn vertraglich zusteht, verlangt Auskunft über die Umsätze der Filme, die Schweiger und seine Firma jedoch verweigern. Das deutsche Urheberrecht sieht darüber hinaus auch vor, „eine ursprünglich angemessene Vergütung bei überdurchschnittlichem Erfolg nachträglich anzupassen“, was im Falle der beiden Filme gegeben wäre. Zeitgleich zum Rechtsstreit veröffentlichten der Verband Deutscher Drehbuchautoren, Kontrakt 18 und Mitglieder der Sektion Drehbuch der Deutschen Filmakademie ein Solidaritätsschreiben für Decker.<ref>Vorlage:Internetquelle</ref>