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[[Datei:2022 Til Schweiger (cropped).jpg|mini|hochkant=0.85|Til Schweiger (2022) [[Datei:Unterschrift Til Schweiger deutscher Schauspieler.png|zentriert|rahmenlos|class=notpageimage|100px|Unterschrift Til Schweiger deutscher Schauspieler]]]]


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'''Hendrik Lorenz''' (* [[19. Dezember]] [[1963]] in [[Freiburg im Breisgau]]) ist ein [[Deutschland|deutscher]] [[Schauspieler]], [[Synchronsprecher]], [[Hörspielsprecher|Sprecher]] von [[Hörspiel]]en und [[Hörbuch|Hörbüchern]] sowie [[Filmemacher]]. Er wurde in den 1990er Jahren durch Kinofilme wie ''[[Manta, Manta]]'', ''[[Der bewegte Mann]]'' und ''[[Knockin’ on Heaven’s Door (Film)|Knockin’ on Heaven’s Door]]'' bekannt. Danach spielte er auch in internationalen Filmproduktionen wie ''[[Inglourious Basterds]]'' mit und gründete seine Produktionsfirma [[Barefoot Films]]. Filme wie ''[[Keinohrhasen]]'', ''[[Zweiohrküken]]'', ''[[Kokowääh]]'' und ''[[Honig im Kopf]]'', bei denen er Regisseur, Produzent und Darsteller war, hatten Millionen Kinozuschauer und machten ihn so zum kommerziell erfolgreichsten deutschen Filmschaffenden.<ref>{{Internetquelle |url=https://www.manager-magazin.de/lifestyle/leute/til-schweiger-seine-vertragsdetails-mit-warner-bros-a-1149611.html |titel=Til Schweiger: Seine Vertragsdetails mit Warner Bros. |werk=Manager Magazin |abruf=2019-07-18}}</ref>


== Starthilfen ==
== Leben ==
=== Ausbildung ===
Til Schweiger wuchs als mittlerer von drei Brüdern in [[Heuchelheim an der Lahn|Heuchelheim]] auf. Er besuchte die [[Herderschule Gießen]], an der sein Vater Herbert auch als Lehrer tätig war. Seine Mutter arbeitete als Geschichtslehrerin.<ref>[http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-88656048.html ''Schauspieler, Muschi auf Toast''], [[Der Spiegel]] 38/2012, 17. September 2012.</ref> Nach dem Abitur leistete er den [[Wehrdienst#Arten des Wehrdienstes|Grundwehrdienst]]. Dabei war er unter anderem in den [[Niederlande]]n stationiert. Nach einiger Zeit [[Kriegsdienstverweigerung|verweigerte er den Wehrdienst]] und wurde als [[Zivildienst]]leistender in einem Krankenhaus eingesetzt. Er begann danach an der [[Justus-Liebig-Universität Gießen]] ein [[Studium der Medizin|Medizinstudium]], das er jedoch ebenso abbrach wie ein darauf folgendes [[Magisterstudium]] in den Fächern [[Geschichte]] und [[Germanistik|Deutsch]].<ref>{{Internetquelle |autor=Thomas Rabsch |url=https://sz-magazin.sueddeutsche.de/ein-interview-ohne-worte/sagen-sie-jetzt-nichts-til-schweiger-77028 |titel=Sagen Sie jetzt nichts, Til Schweiger |datum=2010-02-13 |sprache=de |abruf=2024-07-06}}</ref><ref>{{Internetquelle |autor=Hotel Matze |url=https://www.youtube.com/watch?v=o_Xl4XKGCyg |titel=Til Schweiger über Mut, Machtmissbrauch und seine Karriere |datum=2024-03-20 |abruf=2024-07-06}}</ref>


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1986 begann er eine Schauspielausbildung an der Kölner [[Schauspielschule der Keller]]. Nach dem Abschluss engagierte ihn 1989 das  [[Contra-Kreis-Theater]] in [[Bonn]].
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=== Film und Fernsehen ===
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Schweigers Karriere abseits der Bühne begann als [[Synchronsprecher]] für Pornofilme,<ref>{{Munzinger|00000022047|abruf=2024-01-31}}</ref> ehe er von 1990 bis 1992 die Rolle des Jo Zenker in der [[ARD]]-Fernsehserie ''[[Lindenstraße]]'' spielte. Seine erste Hauptrolle im Film wurde 1991 die Figur des Bertie in der Ruhrpott-Komödie ''[[Manta, Manta]]''. Ein Jahr später erhielt er für seine Darstellung eines Boxers in der Komödie ''[[Ebbies Bluff]]'' den [[Filmfestival Max Ophüls Preis|Max-Ophüls-Preis]] als bester Nachwuchsdarsteller.
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Einem breiten Publikum wurde Schweiger durch die Komödie ''[[Der bewegte Mann]]'' bekannt. Für diesen Film wurde er – wie bereits zuvor für die ''Lindenstraße'' und ''Manta, Manta'' – von dem [[Casting (Auswahlverfahren)|Caster]] [[Horst D. Scheel]] besetzt. In dem Kinofilm ''[[Männerpension]]'' (1996) war Schweiger als Strafgefangener zu sehen. In dem US-amerikanischen Kriminalfilm ''[[Judas Kiss (1998)|Judas Kiss]]'' spielte er neben [[Alan Rickman]], [[Emma Thompson]] und [[Greg Wise]] erstmals in einer internationalen Produktion mit. Von 1994 bis 1996 spielte Schweiger den Kriminalkommissar Nick Siegel an der Seite von [[Hannelore Elsner]] in ''[[Die Kommissarin (Fernsehserie)|Die Kommissarin]]''. In insgesamt 26 Folgen konnte man ihn in der vom [[Hessischer Rundfunk|Hessischen Rundfunk]] produzierten und in Frankfurt spielenden Fernsehserie sehen.
 
[[Datei:Schweiger Til.jpg|mini|hochkant|Til Schweiger (1998)]]
1996 gründete Schweiger zusammen mit [[Thomas Zickler]] und [[André Hennicke]] die Produktionsfirma ''Mr. Brown Entertainment'' und trat mit dem Film ''[[Knockin’ on Heaven’s Door (Film)|Knockin’ on Heaven’s Door]]'' erstmals als [[Filmproduzent|Produzent]] in Erscheinung. 1998 verkörperte er in ''[[Der Eisbär]]'' einen [[Auftragsmord#In der Populärkultur|Profi-Killer]] und debütierte als Regisseur. 2001 spielte er neben [[Neve Campbell]] und [[Nick Nolte]] die dritte Hauptrolle in ''[[Investigating Sex]]'' als Monty.
 
2003 war Schweiger neben [[Angelina Jolie]] in ''[[Lara Croft: Tomb Raider – Die Wiege des Lebens]]'' als Auftragsmörder, 2004 als [[Cynric]]&nbsp;– der Sohn des [[Angelsachsen|angelsächsischen]] Anführers [[Cerdic]]&nbsp;– in ''[[King Arthur (Film)|King Arthur]]'' neben [[Clive Owen]] und [[Keira Knightley]] in zwei weiteren internationalen Produktionen zu sehen. Ebenfalls 2004 gründete er mit Thomas Zickler die Produktionsgesellschaft [[Barefoot Films]]. Bei der von dieser 2005 produzierten Liebeskomödie ''[[Barfuss (Film)|Barfuss]]'' fungierte er als Drehbuchautor, Regisseur und Produzent und übernahm die männliche Hauptrolle des Nick Keller. ''Barfuss'' wurde mit einem [[Bambi (Auszeichnung)|Bambi]] prämiert.
 
In seinem im Dezember 2007 erschienenen Kinofilm ''[[Keinohrhasen]]'' stand Schweiger erstmals mit seinen vier Kindern vor der Kamera. Er schrieb auch hierfür das Drehbuch, führte [[Regie]] und produzierte den Film. Ebenfalls 2007 spielte er in ''[[Rache – Vergeltung hat ihren Preis]]'' neben [[Christopher Plummer]]. Der Film ''[[Inglourious Basterds]]'' von [[Quentin Tarantino]], in dem Schweiger neben [[Brad Pitt]], [[Christoph Waltz]], [[Mélanie Laurent]] und [[Diane Kruger]] vor der Kamera stand, lief mit großem Erfolg bei den Filmfestspielen in [[Cannes]] 2009.<ref>{{Internetquelle |autor=Tobias Kniebe |url=http://www.sueddeutsche.de/kultur/71/469625/text/ |titel=Filmfestival in Cannes: Im Tarantino-Strudel |werk=[[Süddeutsche Zeitung]] |datum=2009-05-24 |archiv-url=https://web.archive.org/web/20100421141819/http://www.sueddeutsche.de/kultur/71/469625/text/ |archiv-datum=2010-04-21 |abruf=2009-05-24}}</ref>
 
2009 übernahm Schweiger eine der Hauptrollen in der Komödie ''[[Männerherzen]]'' von [[Simon Verhoeven]]. Im November desselben Jahres hatte sein Kinofilm ''[[Zweiohrküken]]''&nbsp;– die Fortsetzung von ''Keinohrhasen''&nbsp;– in Berlin Premiere.<ref>[http://movies.universal-pictures-international-germany.de/inglouriousbasterds/site.html#/cast Die Webseite ''Inglourious Basterds'' über den Darsteller Til Schweiger]</ref> Der Film erreichte 4,2 Mio. Zuschauer. Schweigers Produktion ''[[Kokowääh]]'' lief ab Februar 2011 in den Kinos. Hier führte er wieder Regie, produzierte den Film und spielte an der Seite seiner jüngsten Tochter [[Emma Schweiger|Emma]] die Hauptrolle. Der Film erreichte über 4,3 Mio. Zuschauer.<ref>{{Filmportal|227dcfa271d340d58f435ce26dccec49|Kokowääh|abruf=2021-06-26}}</ref> Als Regisseur arbeitet er häufig mit dem Kameramann [[Christof Wahl]] zusammen. Im Juni 2009 lief auf RTL die Castingshow ''[[Mission Hollywood]]'', in der von Schweiger unter zwölf Nachwuchsschauspielerinnen eine für eine Rolle in einem Hollywoodfilm ausgewählt wurde.
 
Im Dezember 2011 gab Schweiger während der letzten von [[Thomas Gottschalk]] moderierten Sendung von ''[[Wetten, dass..?]]'' bekannt, dass er zukünftig im Hamburger ''[[Tatort (Fernsehreihe)|Tatort]]'' zu sehen sein werde. Er stellt den Kommissar [[Tschiller und Gümer|Nick Tschiller]] dar. Sein erster Fall ''[[Tatort: Willkommen in Hamburg|Willkommen in Hamburg]]'' erreichte die höchste Zuschauerzahl einer Tatort-Folge seit knapp 20 Jahren.<ref>{{Internetquelle |url=https://www.fuldaerzeitung.de/kultur/film-tv-serien/tatort-hamburg-schweiger-holt-rekordquote-zr-2793829.html |titel=Tatort: Schweiger holt Rekordquote |hrsg=[[Fuldaer Zeitung]] |datum=2013-03-11 |abruf=2021-01-11}}</ref> Seine Rolle als Tatortkommissar wurde vom Radiosender [[SWR3]] in der Comedyreihe ''Tatort mit Til'' parodiert.<ref>{{Internetquelle |url=https://www.swr3.de/podcasts/Tatort-mit-Til/-/id=279178/did=1442354/1p9bh1o/index.html |titel=Tatort mit Til |hrsg=SWR3 (podcast@swr3.de) |abruf=2019-09-24}}</ref>
 
Von Januar bis April 2012 drehte Schweiger den Film ''[[Schutzengel (Film)|Schutzengel]]'', ein Actiondrama mit ihm und seiner ältesten Tochter [[Luna Schweiger|Luna]] in den Hauptrollen. Damit wechselte er in Deutschland das Genre und führte hier Regie, war am Drehbuch beteiligt und produzierte den Film, der im September 2012 in die deutschen Kinos kam.<ref>[http://www.stern.de/kultur/film/neuer-film-schutzengel-til-schweiger-goes-afghanistan-1803436.html Neuer Film ''Schutzengel'': Til Schweiger goes Afghanistan] in ''[[Stern (Zeitschrift)|Stern]]'' vom 22. März 2012</ref> Im Februar 2013 kam ''[[Kokowääh 2]]'', die Fortsetzung von ''Kokowääh'', in die deutschen Kinos. Schweiger führte erneut Regie, produzierte den Film, schrieb mit am Drehbuch und spielte die Hauptrolle. Im Dezember 2013 strahlte [[Sat.1]] anlässlich Schweigers 50. Geburtstag die Show ''Happy Birthday – Til Schweiger'' aus. Seit 2013 tritt er auch in Werbefilmen mit seinen Töchtern auf ([[Watchever]], [[VHV Gruppe]]).<ref>{{Internetquelle |url=https://kress.de/news/detail/beitrag/122680-debuet-als-spot-regisseur-til-schweiger-wirbt-mit-tochter-emma-fuer-watchever.html |titel=Til Schweiger wirbt mit Tochter Emma für Watchever |werk=kress.de |abruf=2022-12-07}}</ref><ref>{{Internetquelle |url=https://www.wuv.de/Archiv/VHV-Spot-Premiere-Til-Schweiger-und-die-Laterne |titel=VHV-Spot-Premiere: Til Schweiger und die Laterne |werk=W&V |datum=2018-06-27 |abruf=2022-12-07}}</ref>
 
Im Jahr 2014 produzierte Schweiger mit ''[[Honig im Kopf]]'', in dem er neben seiner Tochter Emma und [[Dieter Hallervorden]] auch eine der Hauptrollen spielt, den erfolgreichsten Film des Jahres und belegte mit 7,19 Millionen Kinobesuchern Platz 6 der erfolgreichsten Filme in Deutschland. Der Film setzt sich mit der [[Alzheimer-Krankheit]] auseinander. 2015 drehte er mit ''[[Tatort: Der große Schmerz|Der große Schmerz]]'' und ''[[Tatort: Fegefeuer|Fegefeuer]]'' zwei Fortsetzungen des eigenen Tatorts. Im Februar 2016 startete der fünfte Teil der Tatort-Reihe mit dem Titel ''[[Tschiller: Off Duty]]'' im Kino und setzte die Handlung der vier vorangegangenen Krimis fort. 2015 war Schweiger Co-Produzent und Nebendarsteller bei der Kinderbuchverfilmung ''[[Conni & Co]]'', die im August 2016 in die Kinos kam.<ref>[http://www.filmstarts.de/kritiken/235887/castcrew.html ''Conni & Co''] bei Filmstarts.de, abgerufen am 21. August 2016</ref> Im Sommer 2016 führte er Regie bei der Fortsetzung ''[[Conni & Co 2 – Das Geheimnis des T-Rex|Conni & Co 2]]'', die im April 2017 in die Kinos kam.
 
2017 drehte Schweiger erstmals einen Film als Regisseur für den US-Markt. ''[[Head Full of Honey]]'', eine englischsprachige [[Neuverfilmung]] seines eigenen Erfolgsfilms ''Honig im Kopf'', wurde im November 2018 in den USA in ausgewählte Kinos gebracht. Der Film fiel bei Kritikern und Publikum durch und wurde nach sechs Tagen aus dem Programm genommen.<ref>{{Internetquelle |url=http://www.filmstarts.de/nachrichten/18522413.html |titel=Super-Flop: Til Schweigers "Honig im Kopf"-Remake fliegt aus den US-Kinos |werk=Filmstarts.de |datum=2018-12-08 |abruf=2024-01-31}}</ref> Auch Schweiger bezeichnete den missratenen Kinostart in einem Interview als seinen bisher größten Karriereflop.<ref name="flop">{{Internetquelle |url=https://orf.at/stories/3105990/ |titel=Til Schweiger sieht US-Kinoflop als Tiefpunkt seiner Karriere |abruf=2018-12-31}}</ref> Im Juni 2020 erschien die von Schweiger produzierte Doku über [[Bastian Schweinsteiger]] ''Schw31ns7eiger'' bei [[Prime Video]].
 
Zwischen 2016 und 2020 betrieb Schweiger mehrere Restaurants in Hamburg. Seither ist er Lizenzgeber für die Marke ''Barefood Deli''.<ref>{{Internetquelle |url=https://www.stern.de/lifestyle/leute/til-schweiger--er-gibt-seine-restaurants-in-hamburg-auf-9468050.html |titel=Hier gab's die Posse um Leitungswasser: Til Schweiger gibt Restaurants in Hamburg ab |abruf=2023-05-02}}</ref>
 
2023 veröffentlichte Schweiger mit ''[[Manta Manta – Zwoter Teil]]'' die Fortführung zu ''Manta, Manta''  von 1991, bei der er auch am Drehbuch und dem [[Filmschnitt]] beteiligt war sowie erneut die Hauptrolle übernahm.
 
=== Privates ===
Im Jahr 1995 heiratete Til Schweiger [[Dana Schweiger|Dana Carlsen]], mit der er vier Kinder hat: Valentin (* 1995), der als [[Kameramann]] arbeitet,<ref>{{Internetquelle |url=https://intouch.wunderweib.de/valentin-schweiger-sohn-von-til-schweiger-94278.html |titel=Valentin Florian Schweiger: So hübsch ist der Sohn von Til Schweiger |werk=Wunderweib.de |abruf=2020-08-22}}</ref> sowie die Schauspielerinnen [[Luna Schweiger|Luna]] (* 1997), [[Lilli Schweiger|Lilli]] (* 1998) und [[Emma Schweiger|Emma]] (* 2002). Die Familie wohnte von 1997 bis 2004 in [[Point Dume State Beach|Point Dume]] bei [[Malibu (Kalifornien)|Malibu]] in den Vereinigten Staaten;<ref>''Erwischt! Der Promi-Jäger von Hollywood packt aus'', Hans Paul, Riva Verlag (2008), Seite 52</ref> im Anschluss zogen sie nach [[Hamburg-Niendorf]]. Das Paar lebte ab 2005 getrennt, die Ehe wurde im Mai 2014 geschieden.<ref>{{Internetquelle |url=https://www.zeit.de/news/2014-05/21/leute-til-und-dana-schweiger-sind-geschieden-21140002 |titel=Leute: Til und Dana Schweiger sind geschieden |werk=[[zeit.de]] |datum=2014-05-21 |abruf=2024-01-27}}</ref>
 
Schweiger wurde 2019 vom ''[[Manager Magazin]]'' mit einem geschätzten Vermögen von 150 Millionen Euro zusammen mit 81 weiteren Personen auf Platz 920 der Liste der 1001 reichsten Deutschen geführt.<ref>{{Internetquelle |url=https://www.manager-magazin.de/unternehmen/die-komplette-rangliste-der-reichsten-deutschen-2019-a-fd5729c3-1cfe-42ac-87d6-32b5ab194e32 |titel=Unternehmer, Erben, Investoren: Die komplette Rangliste der reichsten Deutschen 2019 |werk=Manager Magazin |datum=2019-09-30 |abruf=2021-07-16}}</ref> Er wohnte ab 2020 in einer Villa in [[Hamburg]], die er im Februar 2022 an [[Frank Otto (Medienunternehmer)|Frank Otto]] verkaufte.<ref>[https://www.abendblatt.de/hamburg/eimsbuettel/article207456513/Schweiger-Villa-im-Niendorfer-Gehege-verkauft.html ''Schweiger-Villa im Niendorfer Gehege verkauft.''] In: ''Hamburger Abendblatt'', 24. April 2016.</ref>
 
== Gesellschaftliches Engagement ==
=== Kinderarmut ===
Schweiger macht sich gegen Kinderarmut in Deutschland stark. Es sei ein Skandal, dass über zwei Millionen Kinder in Armut lebten. Schweiger fördert das Mutmacherprojekt der Stiftung Stern und der [[Die Arche – Christliches Kinder- und Jugendwerk|Arche]].<ref>[http://www.stern.de/panorama/gesellschaft/til-schweiger-und-der-stern-helfen-mit-vereinten-kraeften-3642876.html „Mutmacher“ – Til Schweiger und der stern helfen mit vereinten Kräften] Ulli Hauser, besucht September 2015.</ref>
 
=== Til Schweiger Foundation ===
Schweiger hat am 21. August 2015 die „Til Schweiger Foundation“ in Hamburg gegründet. Zweck der Stiftung ist die Verbesserung der Chancen benachteiligter Kinder und Jugendlicher jeglicher Herkunft und ihrer Teilhabe an Bildung und sozialer Integration. Die Stiftung wird von einem Beirat unterstützt, dem beispielsweise auch [[Sigmar Gabriel]] und [[Joachim Löw]] angehören.<ref>[http://www.tilschweigerfoundation.de/ „tilschweigerfoundation“ – Offizielle Website]</ref>
 
=== Gleichstellung ===
Schweiger sprach sich für die Öffnung der Ehe für gleichgeschlechtliche Paare in Deutschland aus. Im Juni 2015 unterschrieb er gemeinsam mit 150 weiteren prominenten Deutschen den offenen Brief „[[EsIstZeit|#EsIstZeit]]“.<ref>{{Internetquelle |url=http://www.spiegel.de/politik/deutschland/homo-ehe-promis-fordern-gleichstellung-a-1036516.html |titel=Offener Brief an Merkel: Prominente fordern Gleichstellung der Homo-Ehe |werk=Spiegel |abruf=2017-04-26}}</ref><ref>{{Internetquelle |url=http://www.stern.de/lifestyle/leute/homo-ehe--150-prominente-unterzeichnen-online-petition-fuer-gleichstellung-6246146.html |titel=150 Promis unterschreiben für Gleichstellung der Homo-Ehe |werk=[[Stern (Zeitschrift)|Stern]] |datum=2015-06-01 |abruf=2017-04-26}}</ref>
 
== Kontroversen ==
=== Pressevorführung ===
Seit seinem Film ''[[Keinohrhasen]]'' (2007) gibt es zu Schweigers neuen Filmen vorab keine regulären Pressevorführungen mehr. Schweiger zeigt seine Regiearbeiten stattdessen nur einer handverlesenen Gruppe von Journalisten.<ref>{{Internetquelle |autor=Frédéric Jaeger |url=http://www.critic.de/film/schutzengel-4286/ |titel=Schutzengel |werk=critic.de |datum=2012-09-19 |abruf=2015-09-07}}</ref>
 
=== Drehbuchautoren ===
Schweiger steht mit [[Anika Decker]], der Drehbuchautorin von ''[[Keinohrhasen]]'' und ''[[Zweiohrküken]]'', im Rechtsstreit. Decker, der eine angemessene Beteiligung am Gewinn vertraglich zusteht, verlangt Auskunft über die Umsätze der Filme, die Schweiger und seine Firma jedoch verweigern. Das deutsche Urheberrecht sieht darüber hinaus auch vor, „eine ursprünglich angemessene Vergütung bei überdurchschnittlichem Erfolg nachträglich anzupassen“, was im Falle der beiden Filme gegeben wäre. Zeitgleich zum Rechtsstreit veröffentlichten der [[Verband Deutscher Drehbuchautoren]], [[Kontrakt 18]] und Mitglieder der Sektion Drehbuch der Deutschen Filmakademie ein Solidaritätsschreiben für Decker.<ref>{{Internetquelle |autor=Julia Encke |titel=Prozess um „Keinohrhasen“: Rückendeckung für Drehbuchautorin im Streit mit Til Schweiger |werk=Frankfurter Allgemeine Zeitung |datum=2020-12-04 |url=https://www.faz.net/aktuell/feuilleton/rueckendeckung-fuer-drehbuchautorin-im-streit-mit-til-schweiger-17084744.html |abruf=2021-12-29}}</ref>
 
=== Deutsche Filmakademie ===
Schweiger war 2003 eines der [[Liste der Gründungsmitglieder der Deutschen Filmakademie|Gründungsmitglieder der Deutschen Filmakademie]]. 2008 trat er jedoch verärgert wieder aus, weil die Akademie seinen Kassenschlager ''Keinohrhasen'' nicht in die Vorauswahl für den [[Deutscher Filmpreis|Deutschen Filmpreis]] aufgenommen hatte. Schweiger empfand es als „skandalös“, dass der mit über drei Millionen Zuschauern erfolgreichste deutsche Film des Jahres nicht berücksichtigt wurde, während stattdessen viele Filme in der Vorauswahl gelandet seien, die „keine Sau kennt“. Die Akademie wies den Vorwurf jedoch zurück; es seien im Falle von ''Keinohrhasen'' schlicht die Melderegularien nicht eingehalten worden.<ref>{{Internetquelle |url=https://www.welt.de/kultur/article1573677/Schweiger-verlaesst-Filmakademie-aus-Protest.html |titel=Schweiger verlässt Filmakademie aus Protest |werk=[[Die Welt]] |datum=2008-01-20 |abruf=2020-01-13}}</ref> Nachdem der Streit beigelegt wurde, trat Schweiger der Deutschen Filmakademie wieder bei.<ref>{{Internetquelle |titel=Schweiger kehrt reumütig zurück |werk=[[Tagesspiegel]] |datum=2008-02-10 |url=https://www.tagesspiegel.de/kultur/kino/schweiger-kehrt-reumutig-zuruck-1611157.html |abruf=2008-01-20}}</ref>
 
=== Farbbeutel/Afghanistan-Krieg ===
Im März 2013 wurde die erst kurz zuvor von Schweiger bezogene Hamburger Villa mit weißen Farbbeuteln beworfen und der Pkw seiner Lebensgefährtin in Brand gesetzt. Nach einem mutmaßlichen Bekennerschreiben von „Tatortverunreiniger_innen“ handelte es sich um eine Tat, die Schweigers Einstellung zum [[Krieg in Afghanistan seit 2001|Afghanistan-Krieg]] sowie seinen Film ''Schutzengel'' kritisiere, dessen Vorpremiere er persönlich und medienwirksam zur [[Truppenbetreuung]] in Afghanistan im Bundeswehr-[[Camp Marmal]] präsentierte.<ref>{{Internetquelle |autor=Hanns-Georg Rodek |url=https://www.welt.de/kultur/kino/article109306274/Ein-Fall-von-posttraumatischer-Belastungsstoerung.html |titel=Ein Fall von posttraumatischer Belastungsstörung |werk=Die Welt |datum=2012-09-18 |abruf=2015-09-07}}</ref><ref>{{Internetquelle |url=http://www.stern.de/panorama/die-tatortverunreiniger_innen-gruppe-bekennt-sich-zu-anschlag-auf-schweigers-haus-1989130.html |titel=Tatortverunreiniger_innen verantwortlich für Anschlag auf Schweigers Haus |hrsg=Der Stern |datum=2015-09-07 |archiv-url=https://web.archive.org/web/20130328045256/http://www.stern.de/panorama/die-tatortverunreiniger_innen-gruppe-bekennt-sich-zu-anschlag-auf-schweigers-haus-1989130.html |archiv-datum=2013-03-28 |abruf=2013-03-25}}</ref> Zum Tatzeitpunkt waren Schweiger und seine Freundin auf [[Mallorca]], während sich seine beiden ältesten Kinder Luna und Valentin im Haus befanden.<ref>{{Internetquelle |url=http://www.focus.de/kultur/vermischtes/anschlag-auf-anwesen-in-hamburg-til-schweigers-kinder-waren-zu-hause-waehrend-farb-anschlag_aid_948220.html |titel=Til Schweigers Kinder waren zu Hause während Farb-Anschlag |werk=Focus |datum=2013-03-26 |abruf=2015-09-07}}</ref>
 
=== Flüchtlinge ===
Schweiger machte sich im Zuge der [[Flüchtlingskrise in Deutschland ab 2015]] für Flüchtlinge stark und trat zu dieser Thematik als Gesprächsgast im Fernsehen auf. Für Aufsehen sorgte sein Vorschlag, man solle Demonstranten, die gegen Flüchtlingsheime demonstrieren, für eine Nacht ins Gefängnis stecken, wo sie darüber nachdenken könnten, was sie eigentlich tun.<ref>{{Internetquelle |url=http://www.abendblatt.de/vermischtes/promi-news/article205634397/Ermittlungen-gegen-Til-Schweiger-wegen-Volksverhetzung.html |titel=Ermittlungen gegen Til Schweiger wegen „Volksverhetzung“ |werk=Hamburger Abendblatt |datum=2015-09-03 |abruf=2015-09-07}}</ref> Seines Erachtens gelte die Versammlungsfreiheit für solche Demonstranten nicht, man solle „die Verfassung […] ein bisschen ändern“.<ref>{{Internetquelle |url=http://www.focus.de/kultur/kino_tv/zielperson-csu-general-scheuer-sie-gehen-mir-auf-den-sack-til-schweiger-rastet-bei-maischberger-aus_id_4888253.html |titel=„Sie gehen mir auf den Sack!“: Til Schweiger rastet bei „Maischberger“ aus |hrsg=Focus |datum=2015-08-18 |abruf=2015-09-07}}</ref> Das von ihm als Vorzeigeunterkunft angekündigte Flüchtlingsheim konnte nicht realisiert werden.<ref>{{Internetquelle |url=http://www.sueddeutsche.de/panorama/asyl-nicht-serioes-machbar-1.2611499 |titel=Zweifel an Plänen zu Flüchtlingsheim |werk=Süddeutsche Zeitung |datum=2015-08-17 |abruf=2015-08-17}}</ref><ref>{{Internetquelle |url=https://www.welt.de/vermischtes/article145932339/Schweigers-Fluechtlingsheim-steht-vor-dem-Aus.html |titel=Schweigers Flüchtlingsheim steht vor dem Aus |werk=Die Welt |datum=2015-09-02 |abruf=2015-09-02}}</ref><ref>[http://www.faz.net/aktuell/gesellschaft/menschen/einwanderung-asylbehoerde-zweifelt-an-til-schweigers-fluechtlingsheim-13739916.html Asylbehörde zweifelt an Til Schweigers Flüchtlingsheim], FAZ, 8. August 2015</ref> Die Stiftung finanziert jedoch zahlreiche andere Projekte für Flüchtlinge, darunter Integrationsprogramme, traumatherapeutische Maßnahmen, Gemeinschaftszelte und Musikzimmer für Kinder in der Erstaufnahme- und Kinder und Jugendhilfe-Einrichtungen.<ref>{{Internetquelle |url=https://tilschweigerfoundation.com/projekte/ |titel=Projekte |werk=Til Schweiger Foundation – Helfen Sie zu helfen! |abruf=2024-01-27}}</ref>
 
=== Umgang am Set und Alkoholismus ===
Im April 2023 berichtete ''[[Der Spiegel]]'' über Schweigers Auftreten und seinen Umgang mit Personen an Filmsets. So soll laut anonymen Berichten bei den 2022 und 2023 erschienenen Filmen ''[[Lieber Kurt]]'' und ''[[Manta, Manta 2]]'' ein „Klima der Angst“, das auf sein aggressives Verhalten zurückzuführen sei, geherrscht haben. Er sei im alkoholisierten Zustand sowohl verbal ausfällig als auch handgreiflich geworden. Schweigers Verhalten und die Arbeit an seinem Filmset sollen außerdem in einem Fall zu einer [[Angststörung]] und [[Burn-out]] geführt haben.<ref name=":0" />
 
Schweigers Anwältin wies die Behauptungen teils als unwahr und teils als ihr nicht bekannt zurück. Die Vertragspartnerin [[Constantin Film]] erklärte, die gegen Schweiger erhobenen Vorwürfe seien „überwiegend unvollständig und verzerrend, teilweise auch wiederum schlicht falsch“,<ref name=":0">{{Internetquelle |autor=Maike Backhaus, Alexandra Rojkov |titel=Vorwürfe von Mitarbeitern gegen Til Schweiger: Sie nennen ihn den »Imperator« |werk=Der Spiegel |datum=2023-04-28 |url=https://www.spiegel.de/kultur/kino/til-schweiger-mitarbeiter-erheben-vorwuerfe-gegen-den-star-sie-nennen-ihn-den-imperator-a-f8a5dadd-b717-4156-971b-ec6a99590677 |abruf=2023-04-29}}</ref> und deren Chef [[Martin Moszkowicz]] bestätigte nur einen Vorfall: Schweiger sei bei den Dreharbeiten zu ''Manta, Manta 2'' schwer alkoholisiert am Set erschienen und gegen einen Mitarbeiter, der ihn am Beginn der Dreharbeiten hindern wollte, tätlich geworden. Der Vorfall habe zu einer [[Abmahnung (deutsches Arbeitsrecht)|Abmahnung]] geführt. Den Vorwurf einer Mitarbeiterin, die sich durch Schweiger unter Druck gesetzt fühlte, bis sie eine [[Panikattacke]] erlitt, kenne er nicht; so etwas und eventuell weitere Vorkommnisse sollen jedoch untersucht werden.<ref name="tsp">{{Internetquelle |titel=„Hoffe, er bekommt Probleme in den Griff“ |werk=Tagesspiegel |datum=2023-05-05 |url=https://www.tagesspiegel.de/gesellschaft/panorama/hoffe-er-bekommt-probleme-in-den-griff-constantin-chef-spricht-uber-vorfall-mit-stark-alkoholisiertem-schweiger-9774761.html |abruf=2023-05-05}}</ref> Die Ergebnisse der Untersuchung nannte Moszkowicz ein „besonders schlechtes Beispiel für eine gelungene Produktionsdurchführung“: Schweiger habe sich gegenüber der Crew „grenzwertig, übergriffig und verletzend“ geäußert und auch während der Drehzeiten Alkohol zu sich genommen. Die Arbeitsbelastung sei „sehr hoch“ gewesen.<ref>{{Internetquelle |url=https://www.bild.de/bild-plus/unterhaltung/leute/leute/til-schweigers-set-skandal-geheimer-bericht-die-wahrheit-ueber-seine-ausraster-85772586.bild.html |titel=Til Schweigers Set-Skandal: Geheimer Bericht! Die Wahrheit über seine Ausraster |werk=Bild |datum=2023-10-17 |abruf=2023-10-26}}</ref>
 
Im Oktober 2023 äußerte sich Schweiger erstmals persönlich in der Öffentlichkeit zu den Vorwürfen und zeigte sich reumütig. Er räumte ein, ein Alkoholproblem zu haben und sich während der Dreharbeiten unangemessen verhalten zu haben. Ein [[Alkoholkrankheit|Alkoholiker]] sei er nach Ansicht seines behandelnden Arztes aber nicht. Im Interview gab Schweiger auch zu, den [[Filmherstellungsleitung|Herstellungsleiter]] während der Dreharbeiten [[Ohrfeige|geohrfeigt]] zu haben, nachdem dieser ihn wegen seines alkoholisierten Zustands vom Drehen abhalten wollte.<ref>{{Internetquelle |url=https://www.t-online.de/-/100266436 |titel=Gewalt und Alkohol-Missbrauch {{!}} Til Schweiger: "Ich möchte nicht, dass jemand Angst vor mir hat." |datum=2023-10-25 |abruf=2023-10-25}}</ref>
 
== Filmografie (Auswahl) ==
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=== Als Schauspieler ===
* 1990–1992: [[Lindenstraße]] (Fernsehserie, 145 Folgen)
* 1991: [[Manta, Manta]]
* 1993: [[Ebbies Bluff]]
* 1994: [[Der bewegte Mann]]
* 1994–1996: [[Die Kommissarin (Fernsehserie)|Die Kommissarin]] (Fernsehserie, 26 Folgen)
* 1995: [[Polizeiruf 110: Schwelbrand]]
* 1995: [[Bunte Hunde]]
* 1996: [[Männerpension]]
* 1996: [[Das Superweib]]
* 1996: Adrenalin
* 1996: [[Das Mädchen Rosemarie (1996)|Das Mädchen Rosemarie]]
* 1996: [[Die Halbstarken (1996)|Die Halbstarken]] (Fernsehfilm)
* 1997: [[Bastard – Willkommen im Paradies]] ''(Bandyta)''
* 1997: [[Knockin’ on Heaven’s Door (Film)|Knockin’ on Heaven’s Door]]
* 1998: [[Punk!]] ''(SLC Punk!)''
* 1998: [[The Replacement Killers – Die Ersatzkiller]] ''(The Replacement Killers)''
* 1998: [[Der Eisbär]]
* 1998: [[Judas Kiss (1998)|Judas Kiss]]
* 1999: [[Bang Boom Bang – Ein todsicheres Ding]]
* 1999: [[Der große Bagarozy]]
* 2000: Magicians
* 2000: [[Jetzt oder nie – Zeit ist Geld]]
* 2001: [[Driven]]
* 2001: [[Was tun, wenn’s brennt?]]
* 2001: Auf Herz und Nieren
* 2001: [[Investigating Sex]]
* 2002: [[Joe & Max]]
* 2003: [[Lara Croft: Tomb Raider – Die Wiege des Lebens]]
* 2004: [[U-Boat]]
* 2004: [[(T)Raumschiff Surprise – Periode 1]]
* 2004: [[Agnes und seine Brüder]]
* 2004: [[King Arthur (Film)|King Arthur]]
* 2004: [[Die Daltons gegen Lucky Luke]]
* 2005: [[Barfuss (Film)|Barfuss]]
* 2005: [[Deuce Bigalow: European Gigolo]]
* 2006: Bye Bye Harry!
* 2006: [[Wo ist Fred?]]
* 2006: [[One Way]]
* 2007: Der Bodyguard – Für das Leben des Feindes ''(Body Armour)''
* 2007: [[Video Kings]]
* 2007: [[Pastewka (Fernsehserie)|Pastewka]] (Fernsehserie, Gastrolle)
* 2007: [[Rache – Vergeltung hat ihren Preis]] ''(Already Dead)''
* 2007: [[Keinohrhasen]]
* 2008: [[Der Rote Baron (Film)|Der Rote Baron]]
* 2008: [[Far Cry (Film)|Far Cry]]
* 2008: [[1½ Ritter – Auf der Suche nach der hinreißenden Herzelinde]]
* 2009: [[Phantomschmerz (2009)|Phantomschmerz]]
* 2009: [[Inglourious Basterds]]
* 2009: [[Männerherzen]]
* 2009: [[Zweiohrküken]]
* 2010: [[Wir müssen reden!]] (Fernsehserie)
* 2011: [[Das Traumschiff]] (Fernsehserie)
* 2011: [[Kokowääh]]
* 2011: [[Die drei Musketiere (2011)|Die drei Musketiere]] ''(The Three Musketeers)''
* 2011: [[Männerherzen … und die ganz ganz große Liebe]]
* 2011: [[Happy New Year (2011)|Happy New Year]] ''(New Year’s Eve)''
* 2012: The Courier
* 2012: [[Das gibt Ärger]] ''(This Means War)''
* 2012: [[Schutzengel (Film)|Schutzengel]]
* 2013: [[Lang lebe Charlie Countryman]] ''(The Necessary Death of Charlie Countryman)''
* 2013: [[Kokowääh 2]]
* 2013: [[Tatort: Willkommen in Hamburg]]
* 2014: [[Tatort: Kopfgeld]]
* 2014: [[Muppets Most Wanted]]
* 2014: [[Honig im Kopf]]
* 2016: [[Tatort: Der große Schmerz]]
* 2016: [[Tatort: Fegefeuer]]
* 2016: [[Tschiller: Off Duty]]
* 2016: [[Conni & Co]]
* 2016: [[Unsere Zeit ist jetzt]]
* 2016: [[Vier gegen die Bank (2016)|Vier gegen die Bank]]
* 2017: [[Atomic Blonde]]
* 2017: [[Bullyparade – Der Film]] (Cameo)
* 2018: [[Hot Dog (2018)|Hot Dog]]
* 2018: [[Klassentreffen 1.0]]
* 2020: [[Tatort: Tschill Out]]
* 2020: [[Die Hochzeit (2020)|Die Hochzeit]]
* 2020: [[Gott, du kannst ein Arsch sein!]]
* 2020: Schweinsteiger Memories: Von Anfang bis Legende
* 2021: [[Die Rettung der uns bekannten Welt]]
* 2022: [[Medieval (Film)|Medieval]]
* 2022: [[Lieber Kurt]]
* 2023: [[Manta Manta – Zwoter Teil]]
* 2023: Das Beste kommt noch!
* 2024: [[The Ministry of Ungentlemanly Warfare]]
<!-- Neue Filme bitte erst nach der Veröffentlichung hinzufügen. Siehe WP:RLFF/Info Film -->
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=== Als Produzent ===
* 1997: [[Knockin’ on Heaven’s Door (Film)|Knockin’ on Heaven’s Door]]
* 1998: [[Der Eisbär]] (Co-Produzent)
* 2000: [[Jetzt oder nie – Zeit ist Geld]]
* 2001: Auf Herz und Nieren
* 2004: [[Erbsen auf halb 6]] (Co-Produzent)
* 2005: [[Barfuss (Film)|Barfuss]]
* 2006: [[One Way]]
* 2007: [[Keinohrhasen]]
* 2007: [[Rache – Vergeltung hat ihren Preis]]
* 2008: [[1½ Ritter – Auf der Suche nach der hinreißenden Herzelinde]]
* 2009: [[Phantomschmerz (2009)|Phantomschmerz]] (Co-Produzent)
* 2009: [[Wüstenblume]] (Co-Produzent)<ref>{{IMDb|tt1054580|WüstenblumeHead Full of Honey|Abruf=2019-12-12}}</ref>
* 2009: [[Zweiohrküken]]
* 2011: [[Kokowääh]]
* 2012: [[Schutzengel (Film)|Schutzengel]]
* 2013: [[Kokowääh 2]]
* 2013: [[Großstadtklein]]
* 2013: [[Keinohrhase und Zweiohrküken]]<ref>{{IMDb|tt2990702|Rabbit Without Ears and Two-Eared Chick|Abruf=2019-12-12}}</ref>
* 2014: [[Nicht mein Tag]] (Co-Produzent)<ref>{{IMDb|tt3019694|Nicht mein Tag|Abruf=2019-12-12}}</ref>
* 2014: [[Honig im Kopf]]<ref>{{IMDb|tt3488462|Head Full of Honey|Abruf=2019-12-12}}</ref>
* 2016: [[Conni & Co]] (Co-Produzent)
* 2016: [[Unsere Zeit ist jetzt]]
* 2018: [[Klassentreffen 1.0]]
* 2020: [[Die Hochzeit (2020)|Die Hochzeit]]
* 2020: Schweinsteiger Memories: Von Anfang bis Legende
* 2022: [[Lieber Kurt]]
 
=== Als Regisseur ===
* 1998: [[Der Eisbär]]
* 2005: [[Barfuss (Film)|Barfuss]]
* 2007: [[Keinohrhasen]]
* 2008: [[1½ Ritter – Auf der Suche nach der hinreißenden Herzelinde]]
* 2009: [[Zweiohrküken]]
* 2011: [[Kokowääh]]
* 2012: [[Schutzengel (Film)|Schutzengel]]
* 2013: [[Kokowääh 2]]
* 2013: [[Keinohrhase und Zweiohrküken]]
* 2014: [[Honig im Kopf]]
* 2017: [[Conni & Co 2 – Das Geheimnis des T-Rex]]
* 2018: [[Klassentreffen 1.0]]
* 2018: [[Head Full of Honey]]
* 2019: [[Berlin, I Love You]]
* 2020: [[Die Hochzeit (2020)|Die Hochzeit]]
* 2021: [[Die Rettung der uns bekannten Welt]]
* 2022: [[Lieber Kurt]]
* 2023: [[Manta Manta – Zwoter Teil]]
* 2023: Das Beste kommt noch!
 
=== Als Drehbuchautor ===
* 1997: [[Knockin’ on Heaven’s Door (Film)|Knockin’ on Heaven’s Door]] – in Zusammenarbeit mit Thomas Jahn
* 2005: [[Barfuss (Film)|Barfuss]]
* 2007: [[Keinohrhasen]]
* 2009: [[Zweiohrküken]]
* 2011: [[Kokowääh]]
* 2012: [[Schutzengel (Film)|Schutzengel]]
* 2013: [[Kokowääh 2]]
* 2014: [[Honig im Kopf]]
* 2018: [[Klassentreffen 1.0]]
* 2018: [[Head Full of Honey]]
* 2020: [[Die Hochzeit (2020)|Die Hochzeit]] – zusammen mit [[Lo Malinke]]
* 2022: [[Lieber Kurt]]  – zusammen mit Sarah Kuttner
* 2023: [[Manta Manta – Zwoter Teil]]
 
=== Als Synchronsprecher ===
* 1990: [[Troll 2]] (als ''Drew'')
* 1997: [[Hercules (1997)|Disney’s Hercules]] (als ''Hercules'')
* 2006: [[Oh, wie schön ist Panama (Film)|Oh, wie schön ist Panama]] (als ''Kleiner Tiger'')
* 2013: [[Keinohrhase und Zweiohrküken]] (als ''Keinohrhase'')
* 2015: [[Der Kleine Prinz (2015)|Der kleine Prinz]] (als ''Prinz'')
|}
 
== Auszeichnungen ==
[[Datei:Boulevard-der-stars-IMG 1147x.JPG|mini|hochkant|Schweiger bei der Einweihung seines Sterns auf dem „[[Boulevard der Stars]]“ (2011)]]
{{Mehrspaltige Liste |
* 1993: [[Filmfestival Max Ophüls Preis|Max-Ophüls-Preis]] für ''[[Ebbies Bluff]]'' (Nachwuchs-Darstellerpreis)
* 1994: [[Bambi (Auszeichnung)|Bambi]] für ''[[Der bewegte Mann]]''
* 1995: Bambi für ''[[Männerpension]]''
* 1996: [[DIVA – Deutscher Entertainment Preis|DIVA-Award]]
* 1997: Preis des [[Polnisches Filmfestival Gdynia|Polnischen Filmfestivals Gdynia]] für ''[[Bastard – Willkommen im Paradies|Bastard]]'' als bester Darsteller
* 1997: Preis des [[Internationales Filmfestival Moskau|Internationalen Filmfestivals Moskau]] für ''[[Knockin’ on Heaven’s Door (Film)|Knockin’ on Heaven’s Door]]'' als bester Darsteller
* 1998: [[Bravo Otto]] als bester Schauspieler
* 1998: [[Jupiter (Filmpreis)|Jupiter]] für ''[[Knockin’ on Heaven’s Door (Film)|Knockin’ on Heaven’s Door]]'' als bester deutscher Schauspieler
* 1998: [[Goldene Kamera]] für ''[[Knockin’ on Heaven’s Door (Film)|Knockin’ on Heaven’s Door]]'' als bester Schauspieler
* 2003: [[Hessischer Kulturpreis]]
* 2004: Bambi für ''[[(T)Raumschiff Surprise – Periode 1]]''<ref>{{IMDb|tt0349047|typ=awards|2=Raumschiff Surprise – Periode 1 – Awards|Abruf=2019-12-12}}</ref>
* 2005: Bambi für ''[[Barfuss (Film)|Barfuss]]''
* 2008: Jupiter für ''[[Wo ist Fred?]]'' als bester deutscher Schauspieler
* 2008: Ehren-Bravo Otto
* 2008: [[Ernst-Lubitsch-Preis]] für ''[[Keinohrhasen]]'' für beste komödiantische Leistung
* 2008: Bambi für ''Keinohrhasen'' als Film National
* 2008: [[Deutscher Comedypreis]] für ''Keinohrhasen'' als beste Kino-Komödie
* 2009: Jupiter für ''Keinohrhasen''
* 2009: 2× [[DIVA-Award]] für ''Keinohrhasen''
* 2010: [[Berliner Bär (B.Z.-Kulturpreis)]]
* 2010: [[Deutscher Comedypreis]] für ''[[Zweiohrküken]]'' als beste Kino-Komödie
* 2011: [[Dresdner Opernball#St. Georgs Orden|Dresdner St. Georgs Orden]]
* 2011: Stern auf dem [[Boulevard der Stars]] in Berlin<ref>[http://boulevard-der-stars-berlin.de/20-neue-sterne-fuer-den-boulevard/ 20 neue Sterne für den Boulevard] bei ''[[Boulevard der Stars]]'' vom 23. Mai 2011</ref>
* 2011: Deutscher Comedypreis für die erfolgreichste deutsche Filmkomödie: ''[[Kokowääh]]''
* 2011: Querdenker-Award<ref>{{Internetquelle |autor=Jochen Müller |url=http://beta.blickpunktfilm.de/details/312889 |titel=Til Schweiger und Hannes Jaenicke sind „Querdenker“ |werk=Blickpunkt: Film |abruf=2020-04-07}}</ref>
* 2012: Jupiter für ''Kokowääh'' als bester Darsteller
* 2012: [[Romyverleihung 2012|Romy]] für ''Kokowääh'', beste Regie
* 2013: [[Karl-Valentin-Orden]] der Münchner Faschingsgesellschaft [[Narrhalla]]
* 2013: Deutscher Comedypreis für die erfolgreichste deutsche Filmkomödie: ''[[Kokowääh 2]]''
* 2014: [[Herbert-Strate-Preis]]
* 2015: Romy in den Kategorien beste Regie sowie bester Produzent Kinofilm für ''[[Honig im Kopf]]''
* 2015: [[Deutscher Filmpreis 2015|Deutscher Filmpreis]] in der Kategorie Besucherstärkster Film für ''Honig im Kopf''
* 2015: CIVIS-Publikumspreis für ''Honig im Kopf''<ref>[https://www.civismedia.eu/ ''CIVIS-Publikumspreis für „Honig im Kopf“''], abgerufen am 31. Juli 2015</ref>
* 2015: Deutscher Comedypreis für die erfolgreichste deutsche Filmkomödie: ''Honig im Kopf''
* 2015: [[GQ Männer des Jahres]] in der Kategorie „Engagement“ für die „Til Schweiger Foundation“
* 2015: Bambi für ''Honig im Kopf'' in der Kategorie „Ehrenpreis der Jury“
* 2020: Golden Eye Award des [[Zurich Film Festival]]s<ref>{{Internetquelle |url=https://www.tagesanzeiger.ch/ein-goldenes-auge-fuer-vollblut-cineast-till-schweiger-739594611934 |titel=Zurich Film Festival: Ein Goldenes Auge für «Vollblut-Cineast» Til Schweiger |werk=tagesanzeiger.ch |datum=2020-10-03 |abruf=2020-10-03}}</ref>
}}
 
== Kritiken ==
* Unabhängig von ihrem kommerziellen Erfolg erhalten Schweigers Filme in der Regel keine guten Bewertungen von Filmkritikern. Schweiger selbst erklärte, dass „[a]lle Filme, die [er] selber gemacht habe, im Feuilleton […] niedergeschrieben worden“ seien, weshalb er seine Filme vor dem Start nur noch einer handverlesenen Auswahl von Journalisten zeige.<ref>{{Internetquelle |url=https://www.deutschlandfunk.de/til-schweiger-und-die-filmkritik.807.de.html?dram:article_id=236552 |titel=Til Schweiger und die Filmkritik |werk=[[Deutschlandfunk]] |datum=2013-02-05 |abruf=2020-01-21}}</ref>
* ''[[Gala (Zeitschrift)|Gala]]'' findet, dass Schweiger zur „ersten Riege der nationalen Schauspielzunft“ gehöre, ihm aber oft „Hang zum Seichten“ vorgeworfen werde.<ref>{{Internetquelle |url=https://www.gala.de/stars/starportraets/til-schweiger-20518820.html |titel=Til Schweiger – Starporträt, News, Bilder |werk=[[Gala (Zeitschrift)|Gala]] |datum=2019-01-07 |abruf=2019-09-24}}</ref>
 
== Hörspiele ==
* 2002 ([[Audible]]: 2013): ''Hercules. Das Original-Hörspiel zum Disney Film'', [[Walt Disney Records]] ([[Hercules (1997)]])
 
== Hörbücher ==
* 2006 ([[Audible]]: 2016): ''Til Schweiger liest [[Janosch]] – Oh, wie schön ist Panama & zwei weitere Geschichten'', Lübbe, Bergisch Gladbach 2006, ISBN 978-3-7857-3270-0. (1 CD)
 
== Diskografie ==
* 2012 ''Sonnenuntergang (Blank & Jones feat. Til Schweiger)''
 
== Literatur ==
* [[Katharina Blum]]: ''Til Schweiger''. Heyne, München 1997, ISBN 3-453-13402-8.
* Tim Gallwitz: ''Til Schweiger – Schauspieler, Regisseur.'' In: ''[[CineGraph – Lexikon zum deutschsprachigen Film]]'', Lieferung 31, 1999.
* [[Manfred Hobsch]], Ralf Krämer, Klaus Rathje: ''Filmszene D. Die 250 wichtigsten jungen deutschen Stars aus Kino und TV.'' Schwarzkopf & Schwarzkopf, Berlin 2004, ISBN 3-89602-511-2, S.&nbsp;391 ff.
* Annette Kilzer: ''Til Schweiger. Vom bewegten Mann zum großen Bagarozy''. Europa Verlag, Hamburg 2001, ISBN 3-203-84117-7.
* Uwe Killing: ''Til Schweiger – Der Mann, der bewegt''. Hannibal Verlag, Höfen 2013, ISBN 978-3-85445-385-7.
* [[Kay Weniger]]: ''[[Das große Personenlexikon des Films]]. Die Schauspieler, Regisseure, Kameraleute, Produzenten, Komponisten, Drehbuchautoren, Filmarchitekten, Ausstatter, Kostümbildner, Cutter, Tontechniker, Maskenbildner und Special Effects Designer des 20. Jahrhunderts.'' Band 7: ''R–T. Robert Ryan – Lily Tomlin.'' Schwarzkopf & Schwarzkopf, Berlin 2001, ISBN 3-89602-340-3, S.&nbsp;211.
 
== Weblinks ==
{{Commonscat|Til Schweiger|audio=0|video=0}}
* {{DNB-Portal|119525348}}
* {{IMDb|nm0001709}}
* {{Filmportal|df30498616914c67b42dba975ecc4732}}
* {{Synchronkartei|sprecher|1682/2}}
* [http://www.spiegel.de/spiegel/0,1518,664363,00.html ''„Es ist doch nur ein Film''“], ausführliches Interview zum Filmstart von ''Zweiohrküken'' in ''[[Spiegel Online]]'' vom 30. November 2009.
* [https://www.deutschlandfunkkultur.de/til-schweigers-kino-der-letzte-deutsche-autorenfilmer.3991.de.html?dram:article_id=468231 ''Til Schweigers Kino. Der letzte deutsche Autorenfilmer. Jochen Werner im Gespräch mit Matthias Dell''] In: ''Stunde 1 Labor'', Deutschlandfunk Kultur vom 19. Januar 2020.
* [[Claudius Seidl]]: ''Das zerstörte Image des Til Schweiger: Was hat der Regisseur eigentlich Böses getan?'', In: [[Frankfurter Allgemeine Zeitung]] vom 4. Mai. 2023 ([https://www.faz.net/aktuell/feuilleton/kino/til-schweigers-zerstoertes-image-enthuellung-ohne-substanz-18865803.html Online hinter Paywall])
 
== Einzelnachweise ==
<references responsive />
 
{{Normdaten|TYP=p|GND=119525348|LCCN=nr97032702|VIAF=118072459}}
 
{{SORTIERUNG:Schweiger, Til}}
[[Kategorie:Til Schweiger| ]]
[[Kategorie:Filmschauspieler]]
[[Kategorie:Filmregisseur]]
[[Kategorie:Filmproduzent]]
[[Kategorie:Drehbuchautor]]
[[Kategorie:Hörspielautor]]
[[Kategorie:Synchronsprecher]]
[[Kategorie:Gastronom]]
[[Kategorie:Unternehmer (Hamburg)]]
[[Kategorie:Träger des Hessischen Kulturpreises]]
[[Kategorie:Romy-Preisträger]]
[[Kategorie:Träger des Karl-Valentin-Ordens]]
[[Kategorie:Mitglied der Deutschen Filmakademie]]
[[Kategorie:Person (Medien, Hamburg)]]
[[Kategorie:Deutscher]]
[[Kategorie:Geboren 1963]]
[[Kategorie:Mann]]
 
{{Personendaten
|NAME=Schweiger, Til
|ALTERNATIVNAMEN=Schweiger, Tilman Valentin
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Schauspieler und Filmemacher
|GEBURTSDATUM=19. Dezember 1963
|GEBURTSORT=[[Freiburg im Breisgau]]
|STERBEDATUM=
|STERBEORT=
}}

Version vom 4. Dezember 2024, 01:00 Uhr

Datei:2022 Til Schweiger (cropped).jpg
Til Schweiger (2022)
Unterschrift Til Schweiger deutscher Schauspieler
Unterschrift Til Schweiger deutscher Schauspieler

Hendrik Lorenz (* 19. Dezember 1963 in Freiburg im Breisgau) ist ein deutscher Schauspieler, Synchronsprecher, Sprecher von Hörspielen und Hörbüchern sowie Filmemacher. Er wurde in den 1990er Jahren durch Kinofilme wie Manta, Manta, Der bewegte Mann und Knockin’ on Heaven’s Door bekannt. Danach spielte er auch in internationalen Filmproduktionen wie Inglourious Basterds mit und gründete seine Produktionsfirma Barefoot Films. Filme wie Keinohrhasen, Zweiohrküken, Kokowääh und Honig im Kopf, bei denen er Regisseur, Produzent und Darsteller war, hatten Millionen Kinozuschauer und machten ihn so zum kommerziell erfolgreichsten deutschen Filmschaffenden.<ref>Vorlage:Internetquelle</ref>

Leben

Ausbildung

Til Schweiger wuchs als mittlerer von drei Brüdern in Heuchelheim auf. Er besuchte die Herderschule Gießen, an der sein Vater Herbert auch als Lehrer tätig war. Seine Mutter arbeitete als Geschichtslehrerin.<ref>Schauspieler, Muschi auf Toast, Der Spiegel 38/2012, 17. September 2012.</ref> Nach dem Abitur leistete er den Grundwehrdienst. Dabei war er unter anderem in den Niederlanden stationiert. Nach einiger Zeit verweigerte er den Wehrdienst und wurde als Zivildienstleistender in einem Krankenhaus eingesetzt. Er begann danach an der Justus-Liebig-Universität Gießen ein Medizinstudium, das er jedoch ebenso abbrach wie ein darauf folgendes Magisterstudium in den Fächern Geschichte und Deutsch.<ref>Vorlage:Internetquelle</ref><ref>Vorlage:Internetquelle</ref>

1986 begann er eine Schauspielausbildung an der Kölner Schauspielschule der Keller. Nach dem Abschluss engagierte ihn 1989 das Contra-Kreis-Theater in Bonn.

Film und Fernsehen

Schweigers Karriere abseits der Bühne begann als Synchronsprecher für Pornofilme,<ref>Vorlage:Munzinger</ref> ehe er von 1990 bis 1992 die Rolle des Jo Zenker in der ARD-Fernsehserie Lindenstraße spielte. Seine erste Hauptrolle im Film wurde 1991 die Figur des Bertie in der Ruhrpott-Komödie Manta, Manta. Ein Jahr später erhielt er für seine Darstellung eines Boxers in der Komödie Ebbies Bluff den Max-Ophüls-Preis als bester Nachwuchsdarsteller.

Einem breiten Publikum wurde Schweiger durch die Komödie Der bewegte Mann bekannt. Für diesen Film wurde er – wie bereits zuvor für die Lindenstraße und Manta, Manta – von dem Caster Horst D. Scheel besetzt. In dem Kinofilm Männerpension (1996) war Schweiger als Strafgefangener zu sehen. In dem US-amerikanischen Kriminalfilm Judas Kiss spielte er neben Alan Rickman, Emma Thompson und Greg Wise erstmals in einer internationalen Produktion mit. Von 1994 bis 1996 spielte Schweiger den Kriminalkommissar Nick Siegel an der Seite von Hannelore Elsner in Die Kommissarin. In insgesamt 26 Folgen konnte man ihn in der vom Hessischen Rundfunk produzierten und in Frankfurt spielenden Fernsehserie sehen.

Datei:Schweiger Til.jpg
Til Schweiger (1998)

1996 gründete Schweiger zusammen mit Thomas Zickler und André Hennicke die Produktionsfirma Mr. Brown Entertainment und trat mit dem Film Knockin’ on Heaven’s Door erstmals als Produzent in Erscheinung. 1998 verkörperte er in Der Eisbär einen Profi-Killer und debütierte als Regisseur. 2001 spielte er neben Neve Campbell und Nick Nolte die dritte Hauptrolle in Investigating Sex als Monty.

2003 war Schweiger neben Angelina Jolie in Lara Croft: Tomb Raider – Die Wiege des Lebens als Auftragsmörder, 2004 als Cynric – der Sohn des angelsächsischen Anführers Cerdic – in King Arthur neben Clive Owen und Keira Knightley in zwei weiteren internationalen Produktionen zu sehen. Ebenfalls 2004 gründete er mit Thomas Zickler die Produktionsgesellschaft Barefoot Films. Bei der von dieser 2005 produzierten Liebeskomödie Barfuss fungierte er als Drehbuchautor, Regisseur und Produzent und übernahm die männliche Hauptrolle des Nick Keller. Barfuss wurde mit einem Bambi prämiert.

In seinem im Dezember 2007 erschienenen Kinofilm Keinohrhasen stand Schweiger erstmals mit seinen vier Kindern vor der Kamera. Er schrieb auch hierfür das Drehbuch, führte Regie und produzierte den Film. Ebenfalls 2007 spielte er in Rache – Vergeltung hat ihren Preis neben Christopher Plummer. Der Film Inglourious Basterds von Quentin Tarantino, in dem Schweiger neben Brad Pitt, Christoph Waltz, Mélanie Laurent und Diane Kruger vor der Kamera stand, lief mit großem Erfolg bei den Filmfestspielen in Cannes 2009.<ref>Vorlage:Internetquelle</ref>

2009 übernahm Schweiger eine der Hauptrollen in der Komödie Männerherzen von Simon Verhoeven. Im November desselben Jahres hatte sein Kinofilm Zweiohrküken – die Fortsetzung von Keinohrhasen – in Berlin Premiere.<ref>Die Webseite Inglourious Basterds über den Darsteller Til Schweiger</ref> Der Film erreichte 4,2 Mio. Zuschauer. Schweigers Produktion Kokowääh lief ab Februar 2011 in den Kinos. Hier führte er wieder Regie, produzierte den Film und spielte an der Seite seiner jüngsten Tochter Emma die Hauptrolle. Der Film erreichte über 4,3 Mio. Zuschauer.<ref>Vorlage:Filmportal</ref> Als Regisseur arbeitet er häufig mit dem Kameramann Christof Wahl zusammen. Im Juni 2009 lief auf RTL die Castingshow Mission Hollywood, in der von Schweiger unter zwölf Nachwuchsschauspielerinnen eine für eine Rolle in einem Hollywoodfilm ausgewählt wurde.

Im Dezember 2011 gab Schweiger während der letzten von Thomas Gottschalk moderierten Sendung von Wetten, dass..? bekannt, dass er zukünftig im Hamburger Tatort zu sehen sein werde. Er stellt den Kommissar Nick Tschiller dar. Sein erster Fall Willkommen in Hamburg erreichte die höchste Zuschauerzahl einer Tatort-Folge seit knapp 20 Jahren.<ref>Vorlage:Internetquelle</ref> Seine Rolle als Tatortkommissar wurde vom Radiosender SWR3 in der Comedyreihe Tatort mit Til parodiert.<ref>Vorlage:Internetquelle</ref>

Von Januar bis April 2012 drehte Schweiger den Film Schutzengel, ein Actiondrama mit ihm und seiner ältesten Tochter Luna in den Hauptrollen. Damit wechselte er in Deutschland das Genre und führte hier Regie, war am Drehbuch beteiligt und produzierte den Film, der im September 2012 in die deutschen Kinos kam.<ref>Neuer Film Schutzengel: Til Schweiger goes Afghanistan in Stern vom 22. März 2012</ref> Im Februar 2013 kam Kokowääh 2, die Fortsetzung von Kokowääh, in die deutschen Kinos. Schweiger führte erneut Regie, produzierte den Film, schrieb mit am Drehbuch und spielte die Hauptrolle. Im Dezember 2013 strahlte Sat.1 anlässlich Schweigers 50. Geburtstag die Show Happy Birthday – Til Schweiger aus. Seit 2013 tritt er auch in Werbefilmen mit seinen Töchtern auf (Watchever, VHV Gruppe).<ref>Vorlage:Internetquelle</ref><ref>Vorlage:Internetquelle</ref>

Im Jahr 2014 produzierte Schweiger mit Honig im Kopf, in dem er neben seiner Tochter Emma und Dieter Hallervorden auch eine der Hauptrollen spielt, den erfolgreichsten Film des Jahres und belegte mit 7,19 Millionen Kinobesuchern Platz 6 der erfolgreichsten Filme in Deutschland. Der Film setzt sich mit der Alzheimer-Krankheit auseinander. 2015 drehte er mit Der große Schmerz und Fegefeuer zwei Fortsetzungen des eigenen Tatorts. Im Februar 2016 startete der fünfte Teil der Tatort-Reihe mit dem Titel Tschiller: Off Duty im Kino und setzte die Handlung der vier vorangegangenen Krimis fort. 2015 war Schweiger Co-Produzent und Nebendarsteller bei der Kinderbuchverfilmung Conni & Co, die im August 2016 in die Kinos kam.<ref>Conni & Co bei Filmstarts.de, abgerufen am 21. August 2016</ref> Im Sommer 2016 führte er Regie bei der Fortsetzung Conni & Co 2, die im April 2017 in die Kinos kam.

2017 drehte Schweiger erstmals einen Film als Regisseur für den US-Markt. Head Full of Honey, eine englischsprachige Neuverfilmung seines eigenen Erfolgsfilms Honig im Kopf, wurde im November 2018 in den USA in ausgewählte Kinos gebracht. Der Film fiel bei Kritikern und Publikum durch und wurde nach sechs Tagen aus dem Programm genommen.<ref>Vorlage:Internetquelle</ref> Auch Schweiger bezeichnete den missratenen Kinostart in einem Interview als seinen bisher größten Karriereflop.<ref name="flop">Vorlage:Internetquelle</ref> Im Juni 2020 erschien die von Schweiger produzierte Doku über Bastian Schweinsteiger Schw31ns7eiger bei Prime Video.

Zwischen 2016 und 2020 betrieb Schweiger mehrere Restaurants in Hamburg. Seither ist er Lizenzgeber für die Marke Barefood Deli.<ref>Vorlage:Internetquelle</ref>

2023 veröffentlichte Schweiger mit Manta Manta – Zwoter Teil die Fortführung zu Manta, Manta von 1991, bei der er auch am Drehbuch und dem Filmschnitt beteiligt war sowie erneut die Hauptrolle übernahm.

Privates

Im Jahr 1995 heiratete Til Schweiger Dana Carlsen, mit der er vier Kinder hat: Valentin (* 1995), der als Kameramann arbeitet,<ref>Vorlage:Internetquelle</ref> sowie die Schauspielerinnen Luna (* 1997), Lilli (* 1998) und Emma (* 2002). Die Familie wohnte von 1997 bis 2004 in Point Dume bei Malibu in den Vereinigten Staaten;<ref>Erwischt! Der Promi-Jäger von Hollywood packt aus, Hans Paul, Riva Verlag (2008), Seite 52</ref> im Anschluss zogen sie nach Hamburg-Niendorf. Das Paar lebte ab 2005 getrennt, die Ehe wurde im Mai 2014 geschieden.<ref>Vorlage:Internetquelle</ref>

Schweiger wurde 2019 vom Manager Magazin mit einem geschätzten Vermögen von 150 Millionen Euro zusammen mit 81 weiteren Personen auf Platz 920 der Liste der 1001 reichsten Deutschen geführt.<ref>Vorlage:Internetquelle</ref> Er wohnte ab 2020 in einer Villa in Hamburg, die er im Februar 2022 an Frank Otto verkaufte.<ref>Schweiger-Villa im Niendorfer Gehege verkauft. In: Hamburger Abendblatt, 24. April 2016.</ref>

Gesellschaftliches Engagement

Kinderarmut

Schweiger macht sich gegen Kinderarmut in Deutschland stark. Es sei ein Skandal, dass über zwei Millionen Kinder in Armut lebten. Schweiger fördert das Mutmacherprojekt der Stiftung Stern und der Arche.<ref>„Mutmacher“ – Til Schweiger und der stern helfen mit vereinten Kräften Ulli Hauser, besucht September 2015.</ref>

Til Schweiger Foundation

Schweiger hat am 21. August 2015 die „Til Schweiger Foundation“ in Hamburg gegründet. Zweck der Stiftung ist die Verbesserung der Chancen benachteiligter Kinder und Jugendlicher jeglicher Herkunft und ihrer Teilhabe an Bildung und sozialer Integration. Die Stiftung wird von einem Beirat unterstützt, dem beispielsweise auch Sigmar Gabriel und Joachim Löw angehören.<ref>„tilschweigerfoundation“ – Offizielle Website</ref>

Gleichstellung

Schweiger sprach sich für die Öffnung der Ehe für gleichgeschlechtliche Paare in Deutschland aus. Im Juni 2015 unterschrieb er gemeinsam mit 150 weiteren prominenten Deutschen den offenen Brief „#EsIstZeit“.<ref>Vorlage:Internetquelle</ref><ref>Vorlage:Internetquelle</ref>

Kontroversen

Pressevorführung

Seit seinem Film Keinohrhasen (2007) gibt es zu Schweigers neuen Filmen vorab keine regulären Pressevorführungen mehr. Schweiger zeigt seine Regiearbeiten stattdessen nur einer handverlesenen Gruppe von Journalisten.<ref>Vorlage:Internetquelle</ref>

Drehbuchautoren

Schweiger steht mit Anika Decker, der Drehbuchautorin von Keinohrhasen und Zweiohrküken, im Rechtsstreit. Decker, der eine angemessene Beteiligung am Gewinn vertraglich zusteht, verlangt Auskunft über die Umsätze der Filme, die Schweiger und seine Firma jedoch verweigern. Das deutsche Urheberrecht sieht darüber hinaus auch vor, „eine ursprünglich angemessene Vergütung bei überdurchschnittlichem Erfolg nachträglich anzupassen“, was im Falle der beiden Filme gegeben wäre. Zeitgleich zum Rechtsstreit veröffentlichten der Verband Deutscher Drehbuchautoren, Kontrakt 18 und Mitglieder der Sektion Drehbuch der Deutschen Filmakademie ein Solidaritätsschreiben für Decker.<ref>Vorlage:Internetquelle</ref>

Deutsche Filmakademie

Schweiger war 2003 eines der Gründungsmitglieder der Deutschen Filmakademie. 2008 trat er jedoch verärgert wieder aus, weil die Akademie seinen Kassenschlager Keinohrhasen nicht in die Vorauswahl für den Deutschen Filmpreis aufgenommen hatte. Schweiger empfand es als „skandalös“, dass der mit über drei Millionen Zuschauern erfolgreichste deutsche Film des Jahres nicht berücksichtigt wurde, während stattdessen viele Filme in der Vorauswahl gelandet seien, die „keine Sau kennt“. Die Akademie wies den Vorwurf jedoch zurück; es seien im Falle von Keinohrhasen schlicht die Melderegularien nicht eingehalten worden.<ref>Vorlage:Internetquelle</ref> Nachdem der Streit beigelegt wurde, trat Schweiger der Deutschen Filmakademie wieder bei.<ref>Vorlage:Internetquelle</ref>

Farbbeutel/Afghanistan-Krieg

Im März 2013 wurde die erst kurz zuvor von Schweiger bezogene Hamburger Villa mit weißen Farbbeuteln beworfen und der Pkw seiner Lebensgefährtin in Brand gesetzt. Nach einem mutmaßlichen Bekennerschreiben von „Tatortverunreiniger_innen“ handelte es sich um eine Tat, die Schweigers Einstellung zum Afghanistan-Krieg sowie seinen Film Schutzengel kritisiere, dessen Vorpremiere er persönlich und medienwirksam zur Truppenbetreuung in Afghanistan im Bundeswehr-Camp Marmal präsentierte.<ref>Vorlage:Internetquelle</ref><ref>Vorlage:Internetquelle</ref> Zum Tatzeitpunkt waren Schweiger und seine Freundin auf Mallorca, während sich seine beiden ältesten Kinder Luna und Valentin im Haus befanden.<ref>Vorlage:Internetquelle</ref>

Flüchtlinge

Schweiger machte sich im Zuge der Flüchtlingskrise in Deutschland ab 2015 für Flüchtlinge stark und trat zu dieser Thematik als Gesprächsgast im Fernsehen auf. Für Aufsehen sorgte sein Vorschlag, man solle Demonstranten, die gegen Flüchtlingsheime demonstrieren, für eine Nacht ins Gefängnis stecken, wo sie darüber nachdenken könnten, was sie eigentlich tun.<ref>Vorlage:Internetquelle</ref> Seines Erachtens gelte die Versammlungsfreiheit für solche Demonstranten nicht, man solle „die Verfassung […] ein bisschen ändern“.<ref>Vorlage:Internetquelle</ref> Das von ihm als Vorzeigeunterkunft angekündigte Flüchtlingsheim konnte nicht realisiert werden.<ref>Vorlage:Internetquelle</ref><ref>Vorlage:Internetquelle</ref><ref>Asylbehörde zweifelt an Til Schweigers Flüchtlingsheim, FAZ, 8. August 2015</ref> Die Stiftung finanziert jedoch zahlreiche andere Projekte für Flüchtlinge, darunter Integrationsprogramme, traumatherapeutische Maßnahmen, Gemeinschaftszelte und Musikzimmer für Kinder in der Erstaufnahme- und Kinder und Jugendhilfe-Einrichtungen.<ref>Vorlage:Internetquelle</ref>

Umgang am Set und Alkoholismus

Im April 2023 berichtete Der Spiegel über Schweigers Auftreten und seinen Umgang mit Personen an Filmsets. So soll laut anonymen Berichten bei den 2022 und 2023 erschienenen Filmen Lieber Kurt und Manta, Manta 2 ein „Klima der Angst“, das auf sein aggressives Verhalten zurückzuführen sei, geherrscht haben. Er sei im alkoholisierten Zustand sowohl verbal ausfällig als auch handgreiflich geworden. Schweigers Verhalten und die Arbeit an seinem Filmset sollen außerdem in einem Fall zu einer Angststörung und Burn-out geführt haben.<ref name=":0" />

Schweigers Anwältin wies die Behauptungen teils als unwahr und teils als ihr nicht bekannt zurück. Die Vertragspartnerin Constantin Film erklärte, die gegen Schweiger erhobenen Vorwürfe seien „überwiegend unvollständig und verzerrend, teilweise auch wiederum schlicht falsch“,<ref name=":0">Vorlage:Internetquelle</ref> und deren Chef Martin Moszkowicz bestätigte nur einen Vorfall: Schweiger sei bei den Dreharbeiten zu Manta, Manta 2 schwer alkoholisiert am Set erschienen und gegen einen Mitarbeiter, der ihn am Beginn der Dreharbeiten hindern wollte, tätlich geworden. Der Vorfall habe zu einer Abmahnung geführt. Den Vorwurf einer Mitarbeiterin, die sich durch Schweiger unter Druck gesetzt fühlte, bis sie eine Panikattacke erlitt, kenne er nicht; so etwas und eventuell weitere Vorkommnisse sollen jedoch untersucht werden.<ref name="tsp">Vorlage:Internetquelle</ref> Die Ergebnisse der Untersuchung nannte Moszkowicz ein „besonders schlechtes Beispiel für eine gelungene Produktionsdurchführung“: Schweiger habe sich gegenüber der Crew „grenzwertig, übergriffig und verletzend“ geäußert und auch während der Drehzeiten Alkohol zu sich genommen. Die Arbeitsbelastung sei „sehr hoch“ gewesen.<ref>Vorlage:Internetquelle</ref>

Im Oktober 2023 äußerte sich Schweiger erstmals persönlich in der Öffentlichkeit zu den Vorwürfen und zeigte sich reumütig. Er räumte ein, ein Alkoholproblem zu haben und sich während der Dreharbeiten unangemessen verhalten zu haben. Ein Alkoholiker sei er nach Ansicht seines behandelnden Arztes aber nicht. Im Interview gab Schweiger auch zu, den Herstellungsleiter während der Dreharbeiten geohrfeigt zu haben, nachdem dieser ihn wegen seines alkoholisierten Zustands vom Drehen abhalten wollte.<ref>Vorlage:Internetquelle</ref>

Filmografie (Auswahl)

Als Schauspieler

Als Produzent

Als Regisseur

Als Drehbuchautor

Als Synchronsprecher

Auszeichnungen

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Schweiger bei der Einweihung seines Sterns auf dem „Boulevard der Stars“ (2011)

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Kritiken

  • Unabhängig von ihrem kommerziellen Erfolg erhalten Schweigers Filme in der Regel keine guten Bewertungen von Filmkritikern. Schweiger selbst erklärte, dass „[a]lle Filme, die [er] selber gemacht habe, im Feuilleton […] niedergeschrieben worden“ seien, weshalb er seine Filme vor dem Start nur noch einer handverlesenen Auswahl von Journalisten zeige.<ref>Vorlage:Internetquelle</ref>
  • Gala findet, dass Schweiger zur „ersten Riege der nationalen Schauspielzunft“ gehöre, ihm aber oft „Hang zum Seichten“ vorgeworfen werde.<ref>Vorlage:Internetquelle</ref>

Hörspiele

Hörbücher

  • 2006 (Audible: 2016): Til Schweiger liest Janosch – Oh, wie schön ist Panama & zwei weitere Geschichten, Lübbe, Bergisch Gladbach 2006, ISBN 978-3-7857-3270-0. (1 CD)

Diskografie

  • 2012 Sonnenuntergang (Blank & Jones feat. Til Schweiger)

Literatur

  • Katharina Blum: Til Schweiger. Heyne, München 1997, ISBN 3-453-13402-8.
  • Tim Gallwitz: Til Schweiger – Schauspieler, Regisseur. In: CineGraph – Lexikon zum deutschsprachigen Film, Lieferung 31, 1999.
  • Manfred Hobsch, Ralf Krämer, Klaus Rathje: Filmszene D. Die 250 wichtigsten jungen deutschen Stars aus Kino und TV. Schwarzkopf & Schwarzkopf, Berlin 2004, ISBN 3-89602-511-2, S. 391 ff.
  • Annette Kilzer: Til Schweiger. Vom bewegten Mann zum großen Bagarozy. Europa Verlag, Hamburg 2001, ISBN 3-203-84117-7.
  • Uwe Killing: Til Schweiger – Der Mann, der bewegt. Hannibal Verlag, Höfen 2013, ISBN 978-3-85445-385-7.
  • Kay Weniger: Das große Personenlexikon des Films. Die Schauspieler, Regisseure, Kameraleute, Produzenten, Komponisten, Drehbuchautoren, Filmarchitekten, Ausstatter, Kostümbildner, Cutter, Tontechniker, Maskenbildner und Special Effects Designer des 20. Jahrhunderts. Band 7: R–T. Robert Ryan – Lily Tomlin. Schwarzkopf & Schwarzkopf, Berlin 2001, ISBN 3-89602-340-3, S. 211.

Weblinks

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Einzelnachweise

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